Literatur Live: Krimi, Roman und Historie im ‘Trümmerkind’ von Mechthild Borrmann

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Ahrensburg (ve/pm). Familiengeschichte, Krimi und Historie – das alles passt in den Roman “Trümmerkind” von Mechtild Borrmann, den sie in Ahrensburg vorstellt.

Die Autorin Mechtild Borrmann. Foto:©Annika Ettrich

Die Autorin Mechtild Borrmann.
Foto:©Annika Ettrich

Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld. Für ihre Romane wurde sie vielfach ausgezeichnet: Für „Wer das Schweigen bricht“ erhielt sie 2012 den Deutschen Krimi-Preis. Mit diesem Preis werden Kriminalromane ausgezeichnet, die „inhaltlich originell und literarisch gekonnt dem Genre neue Impulse verleihen.“

„Trümmerkind“ – ein Roman der Nachkriegszeit mit Blick auf die 90er Jahre

Jetzt hat sie sich in dem Roman “Trümmerkind” vier noch immer ungeklärter Morde zugewandt, die im Hamburger der Nachkriegsjahre geschehen sind. In den Trümmern der Stadt wurden im Jahr 1947 die Leichen vier ermordeter Menschen gefunden – soweit die Historie.

Mechtild Borrmann webt um diese Fakten die fiktive Geschichte der Familie Dietz und eines kleinen, unbekannten Jungen. Zur Handlung: Agnes Dietz und ihre Kinder, der elfjährige Hanno und seine kleine Schwester Wiebke, überleben die Bombenangriffe im Jahr 1943 in Hamburg nur knapp. Zusammengepfercht wohnen sie seither im Parterrezimmer ihres ansonsten ausgebombten Hauses.

In den Jahren, die folgen, geht Agnes Steine klopfen, während Hanno in den Trümmern nach Altmetall und sonstigen brauchbaren Teilen sucht, die sich auf dem Schwarzmarkt verkaufen lassen. In einem der Trümmerkeller entdeckt Hanno eine tote Frau, sagt jedoch nichts zu der auf der Straße mit dem Handkarren wartenden Wiebke.

Vorverkauf der Eintrittskarten

Wiebke hat einen herumirrenden, kleinen Jungen aufgegriffent. Er ist erstaunlich gut gekleidet, aber er spricht kein Wort. Auf ihre Vermisstenanzeigen meldet sich niemand und so wächst der kleine Junge, den sie Johannes nennen, bei den Dietzes auf. So wird schließlich ein fiktiver Krimi aus der Geschichte: Jahre später kommt Johannes durch Zufall einem grauenhaften Verbrechen auf die Spur, das auf fatale Weise mit seiner eigenen Familiengeschichte verknüpft ist.

Die Lesung mit der Autorin ist im Rahmen der Reihe “Literatur live” am Donnerstag, 16. Februar 2017, um 20 Uhr im Marstall, Lübecker Straße 8 in Ahrensburg. Die Eintrittskarten kosten zehn Euro im Vorverkauf zuzüglich Gebühr. Sie sind erhältlich in der Buchhandlung Stojan, Telefon 04102 / 50 431 und unter www.ticketmaster.de. „Literatur Live“ ist eine Veranstaltungsreihe, die der Kulturverein Marstall, die Buchhandlung Stojan und der Weinhandel 20 Wines gemeinsam auflegen. Es gibt sie seit über fünf Jahren.

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