Friedenskirche zu Siek: Zeitreise zur größten Flutkatastrophe Hamburgs

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Siek (ve/pm). Auf den Tag genau 55 Jahre nach der Flutkatastrophe berichtet Zeitzeuge Dieter Thal von den Ereignissen im Februar 1962.

Bilder der Flutkatastrope in Hamburg des Jahres 1962. Foto:©Dieter Thal

Bilder der Flutkatastrope in Hamburg des Jahres 1962.
Foto:©Dieter Thal

Die große Flutkatastrophe in Hamburg im Jahr 1962 – die Friedenskirche zu Siek macht sie mit dieser Veranstaltung zum Thema. Dieter Thal, aufgewachsen in der Ballinstadt, pflegt seit dem Ereignis eine beeindruckende Sammlung von historischen Bildern aus der Veddel. Thals Vater war im Rettungseinsatz, deshalb schickte er seinen damals 13-jährigen Sohn mit der Kamera auf die überflutete Veddel.

Die vielen Bilder zeugen von einer Sturmflut, bei der Deiche brachen, das Elbwasser Hamburg überspülte und Menschen hilflos in Häusern und Wohnungen eingeschlossen wurden. Neben den Bildern wird eine Filmdokumentation des NDR gezeigt.

Bilder-Vortrag und Film-Dokumentation

„Das Wasser kommt!“ Am 17. Februar 1965 überfluten Wassermassen Hamburg wie seit 1825 nicht mehr. Tage zuvor hielten die Deiche mehrere Sturmfluten mit Pegelständen um 2,48 Meter über NormalNull stand. Am späten Abend des 16. Februar waren die Rettungskräfte im Begriff wieder einzurücken, als die Hamburger Polizei die Alarmstufe drei ausgibt und die Bürger vor der kommenden Sturmflut warnt. Die Deiche sind noch nass und durchweicht, sie können der neuen Sturmflut nicht standhalten.

Anke Bohnhoff aus Siek erinnert sich: „Die letzte Flut überraschte alle. Die Bilder dieser Tage prägen uns noch immer: Wie in der Nacht der Strom ausfiel oder wie viele Menschen mit der letzten Bahn und durch überflutete Tunnel in die Vororte flüchteten. Die Tausenden, die vom Wasser eingeschlossen, auf den Dächern auf die Rettung warteten. Und wie Helmut Schmidt durch sein schnelles unbürokratisches Eingreifen Rettungskräfte mobilisierte, um Hamburg zu retten.“

Flutkatastrophe in Hamburg: Haben Sie eigene Bilder?

Die Kirchengemeinde Siek lädt Zeitzeugen wie auch jüngere Menschen ein, ihre Erlebnisse zu schildern und zu teilen. Bilder aus der eigenen Sammlung der Gäste können über ein Episkop auf der Leinwand in der Kirche gezeigt werden. Für viele war in jenen Tagen des Frühjahrs 1962 eine warme Erbsensuppe die gute Gabe in der Not! Auch an diesem Abend stehen Erbsensuppe und Getränke zur Stärkung bereit.

Die Veranstaltung ist am Freitag, 17. Februar 2017, Beginn ist um 19 Uhr. Die Friedenskirche zu Siek ist im Kirchenweg 10 in Siek. Der Eintritt ist frei, um eine Anmeldung unter Telefon 04107 / 85 00 70 wird gebeten.

Bilder der Flutkatastrope in Hamburg des Jahres 1962. Foto:©Dieter Thal

Bilder der Flutkatastrope in Hamburg des Jahres 1962.
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