Gemeinde Großhansdorf: Keiner muss im Alter alleine sein/Neues Angebot

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Großhansdorf (ve). Im Alter gibt es vor allem eine Gefahr: Vereinsamung. Die Gemeinde Großhansdorf möchte jetzt in Kooperation mit dem Lions Club Großhansdorf etwas dagegen tun.

Sie alle wollen dafür sorgen, dass es in Großhansdorf keine älteren Menschen gibt, die einsam sind: Bürgermeister Janhinnerk Voß, Ilka und Andreas Behrens vom Sozialverband, dahinter Matthias Becker vom Lions Club, Barbara Zellner von der Katholischen Kirchengemeinde, Margrit Eggert von der Arbeiterwohlfahrt, Christiane von Lingelsheim von der Evangelischen Kirchengemeinde sowie Rüdiger Hoop und Gisela Berg vom Deutschen Roten Kreuz (von links). Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Sie alle wollen dafür sorgen, dass es in Großhansdorf keine älteren Menschen gibt, die einsam sind: Bürgermeister Janhinnerk Voß, Ilka und Andreas Behrens vom Sozialverband, dahinter Matthias Becker vom Lions Club, Barbara Zellner von der Katholischen Kirchengemeinde, Margrit Eggert von der Arbeiterwohlfahrt, Christiane von Lingelsheim von der Evangelischen Kirchengemeinde sowie Rüdiger Hoop und Gisela Berg vom Deutschen Roten Kreuz (von links).
Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Der Partner ist verstorben, die Kinder wohnen nicht mehr im Ort. Schnell verliert man dann den Kontakt zu anderen Menschen, wird einsam. Viele Großhansdorfer Institutionen bieten für ältere Menschen Treffpunkte oder Veranstaltungen an – doch sie erreichen damit nicht alle Betroffenen. Das will die Gemeinde jetzt ändern.

Eine Idee des Lions Club Großhansdorf

Der Anstoß kommt von Lions Club Großhansdorf, der seinen Blick in Richtung der älteren Menschen richtet. Der Serviceclub fördert zahlreiche Projekte in der Region, in der Vergangenheit häufig Projekte für Kindern. Sie wünschen sich nun, ein Angebot zu schaffen, dass den älteren Großhansdorferinnen und Großhansdorfern hilft.

Entstanden ist jetzt zum einen ein Flyer, der alle Institutionen aufzählt, an die sich ältere Menschen wenden können. Dort ist eine Telefonnummer der Gemeinde Großhansdorf aufgeführt, die zu den Öffnungszeiten des Rathauses angerufen werden kann, die Mitarbeiterinnen des Rathauses stehen für eine Beratung bereit. Die Telefonnummer lautet: 04102 / 69 40.

Die Telefonnummer gegen Einsamkeit: 04102 / 69 40

„Bei einer individuellen Bedürftigkeit eines Menschen“, erläutert es der Lions-Präsident Matthias Becker, „können wir materiell helfen. Doch es geht und nicht nur darum, Geld zu spenden, sondern auch um die persönliche Begleitung der Menschen.“ Deswegen gehört ein zweiter Teil zu dem Projekt: „Wir suchen Menschen, Freiwillige, die bereit sind, Zeit zu spenden und sich um ältere Menschen kümmern können, zum Beispiel durch einen Besuchsdienst.“

Ein Besuch, so erfahren es Einrichtungen wie die evangelische oder katholische Kirche, das Deutsche Rote Kreuz und die Arbeiterwohlfahrt, bedeutet älteren Menschen sehr viel. Schnell werden persönliche Kontakte und Nähe aufgebaut und das gute Gespräch gesucht. Die Institutionen bieten diese Besuchsdienste, können aber teilweise nur einmal im Jahr einen Besuch abstatten. Gegen die Vereinsamung hilft es nur, wenn viel mehr Besuche erfolgen können.

Aufruf von Bürgermeister Voß: Freiwillige, bitte melden!

„Wir würden uns wünschen“, beschreibt es Bürgermeister Janhinnerk Voß, „dass sich interessierte Freiwillige bei uns melden. Wer solche Besuche machen möchte, der kann schnell an die entsprechende Einrichtung vermittelt werden, dort wird der Kontakt hergestellt. Es ist ein Versuch, aber wir hoffen, dass sich ganz viele Menschen melden.“

Das einzige, was die Freiwilligen mitbringen müssen, ist ein bisschen Zeit und ein offenes Ohr. Einrichtungen wie die Kirchen oder das Rote Kreuz bieten auch Schulungen, ein Vorgespräch ist außerdem möglich. Die Gemeinde erwägt auch, die Freiwilligen mit einem Ausweis auszustatten, damit kein Missbrauch mit dem Besuchsdienst erfolgen kann. „Eines ist klar“, so Voß, „es kommt keiner unaufgefordert, die Besuche finden immer nach Absprache statt.“ Einen Besuchsdienst, der plötzlich vor der Tür steht und der sich nicht ausweisen kann, sollte keiner die Tür aufmachen.

Nicht nur die älteren Menschen selber können sich an die Gemeinde wenden, sondern auch deren Kinder. Wer das Gefühl hat, die Eltern ziehen sich zu sehr zurück, kann bei der Gemeinde nach einem Besuchsdienst fragen. So soll auch denen geholfen werden, die selber zu weit weg sind oder zu wenig Zeit haben, um ihren Eltern zur Seite stehen zu können.

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