Ahrensburger Stadtmarketing und das Murmeltier: Jetzt soll es die CIMA richten

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Ahrensburg (ve). Ein wenig kommt es einem vor, als grüße täglich das Murmeltier. Oder zumindest in regelmäßigen Abständen – betrachtet man die Entwicklung des Stadtmarketings von Ahrensburg.

Themenbild Stadt Ahrensburg. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Themenbild Stadt Ahrensburg.
Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Jüngst wurde auf der Sitzung des Hauptausschusses das neue Konzept für die Vorplanungen eine Ahrensburger Stadtmarketings vorgestellt. In diesem Fall war es die Firma CIMA, die von der Stadt beauftragt worden ist, den Arbeitsprozess zu begleiten. Das Lübecker Büro hat bereits Gutachten wie das Einzelhandelsgutachten für Ahrensburg erstellt und begleitet auch andere Städte dabei, ein funktionierendes Stadtmarketing aufzustellen.

Stadtmarketing Ahrensburg: Auf Basis der Arbeit der Steuerungsgruppe

Vorgetragen hat Diplom-Beitriebswirtin Regina Schroeder einen Fahrplan für die Steuerungsgruppe. Diese tagt bereits seit knapp zwei Jahren und besteht aus Vertretern der Fraktionen und der Verwaltung sowie Vertretern der DEHOGA, des Stadtforums, der IHK zu Lübeck und der Interessengemeinschaft Hagener Allee und schließlich zwei Vertretern aus der Ahrensburger Wirtschaft.

So soll laut Fahrplan der CIMA ein neues Markenbild für Ahrensburg erstellt werden und eine Zielvorgabe, welche Botschaft mit dem Stadtmarketing für Ahrensburg transportiert werden solle. An dieser Vorgabe werde sich dann das gesamte Stadtmarketing sowie auch die Integration externer Projekte ausrichten.

In ihrer Analyse des bisherigen Prozesse stellte Regina Schroeder fest, dass zwar in vielen Sitzungen der Steuerungsgruppe intensiv gearbeitet worden war, aber aufgrund von Kommunikationsproblemen und Interessenskonflikten keine Entscheidungen oder gar Handlungsanweisungen entstanden sind. Dies solle nun durch eine externe Moderation möglich werden.

Das ging der Arbeit mit der CIMA voraus

Und täglich grüßt das Murmeltier: Eine ähnliche Analyse und ähnliche Planungen wurden zu Beginn der Arbeit der Steuerungsgruppe von anderen Akteuren im Hauptausschuss vorgetragen, ahrensburg24.de berichtete: „Stadtmarketing: Hauptausschuss zögerlich/Kritik an der Vorgehensweise„. Die Arbeit der Gruppe allerdings führte zu keinem Ergebnis. Wie auch die Planung des Stadtmarketings im Vorfeld der damaligen Initiative.

Erneut Beratungsbedarf in den Fraktionen

Der Hauptausschuss hörte nun erneut geduldig zu und vertagte dann erneut die Entscheidung, noch bestehe in den Fraktionen Beratungsbedarf. Im Haushalt 2017 haben die Stadtverordneten einen Betrag von 150.000 Euro mit einem Sperrvermerk für das Stadtmarketing zur Verfügung gestellt. Verbunden mit dem Auftrag an die CIMA ist bei diesem aktuellen Beschluss, diesen Auftrag in Höhe von knapp 36.000 Euro aus diesen Mitteln zu finanzieren. Erfolgt dieser Beschluss in den nächsten Wochen, kann die Arbeit in 2017 gemeinsam mit der CIMA neu beginnen.

Der Plan sieht 46 Beratertage vor. Sie dienen der Vorbereitung und Begleitung der Sitzungen der Steuerungsgruppe, die im Laufe des Jahres 2017 in vier Etappen die Vorplanungen umsetzen soll. Neben der Entwicklung eines Markenkonzeptes soll dann auch festgelegt werden, welche Organisationsform das Stadtmarketing bekommen soll und wer verantwortlich die Maßnahmen umsetzen soll. Insgesamt muss über diese Vorarbeit schließlich die Stadtverordnetenversammlung beschließen.

Tatsächlich konkret aufnehmen könnte – wenn dann alles so beschlossen wird – das Stadtmarketing Ahrensburg seine originäre Arbeit zum Beginn des Jahres 2018. Dann wäre der Bann des Murmeltiers gebrochen und die dann drei Jahre währenden Vorarbeiten könnten in Maßnahmen überführt werden.

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