Freundeskreis für Flüchtlinge Ahrensburg freut sich über 4.000 Euro

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Ahrensburg (sam). Die 24-Stunden-Musicals sind ein Benefiz-Projekt. Und so wurde jetzt das Versprechen eingelöst und der Erlös gespendet.

Bei der Spendenübergabe zu den 24-Stunden-Musicals: Sven Runge, Hauke Wendt, Bürgermeister Michael Sarach, Johanna Zimmermann, Axel Fricke und Oliver Deutsch (von links). Foto:Silke Mascher/ahrensburg24.de

Bei der Spendenübergabe zu den 24-Stunden-Musicals: Sven Runge, Hauke Wendt, Bürgermeister Michael Sarach, Johanna Zimmermann, Axel Fricke und Oliver Deutsch (von links).
Foto:Silke Mascher/ahrensburg24.de

Die 24-Stunden-Musicals sind in Ahrensburg inzwischen zu einem beliebten Event geworden, nicht nur für Ahrensburger, sondern für Musical Fans deutschlandweit. Seit 2014 sind sie an einem Abend im Jahr im Alfred-Rust-Festsaal zu erleben.

Viele Künstler sind immer wieder gerne dabei, denn Erfahrungen und Herausforderungen dieser Art können sie auf keiner anderen Bühne erleben. Diese Musicals sind in Deutschland einzigartig. Und so erwirtschaftete die Musical Creations Entertainment GmbH (MCE) mit den dritten 24-Stunden-Musicals im November 2016 einen Gewinn von 4.000 Euro.

„Wir freuen uns sehr, mit diesem Geld die Arbeit des Freundeskreises für Flüchtlinge Ahrensburg unterstützen zu können. Aber ohne Sponsoren und anonyme Geldgeber hätten wir das niemals hinbekommen“, sagt Hauke Wendt, Geschäftsführer von MCE. Wenn es darum gehe, Engagement für die Gesellschaft und den Ort zu zeigen, sei er gerne dabei.

Die Idee dahinter traf auf großen Zuspruch

Insgesamt 16 Schauspieler sowie Kreative, Autoren, Musikalische Leiter und Komponisten – rund 50 Beteiligte zogen gemeinsam mit den Sponsoren an einem Strang und stellen den Musicalmarathon 2016 auf die Beine. Bereits zum zweiten Mal wird damit die Flüchtlingsarbeit in Ahrensburg unterstützt. “Vielen Künstlern sei es wichtig, diese Arbeit, die in Ahrensburg so gut funktioniert, zu unterstützen und vielleicht ein klein wenig leichter zu machen”, erklärt Hauke Wendt.

Die Gewinne entstehen aus den Kartenverkäufen und aus der logistischen und finanziellen Unterstützung durch die Sponsoren. So bot ein Hotel Zimmer für die Unterbringung der Akteure oder Räume wie die Aftershow-Party. Ein anderer wichtiger Unterstützer ist ein Ahrensburger Bühnentechnik-Unternehmen, das die Ton- und Lichttechnik der Vorstellung übernahm.

Kulturelle Projekte sollen mit der Spende umgesetzt werden

„Ein ganz dickes Dankeschön an Hauke Wendt und sein Team!”, freut sich Axel Fricke, Vorsitzender des Freundeskreises für Flüchtlinge Ahrensburg. “Wir möchten uns sehr für diese großzügige Spende bedanken. Bereits letztes Jahr durften wir von diesem Geld profitieren und konnten damit die Flüchtlingsarbeit im Bereich von Sportangeboten voranbringen, insbesondere in Schwimmkurse investieren. Dieses Angebot konnten wir aufgrund der Spende inzwischen sogar ausbauen. Die diesjährige Spende möchten wir in kulturbezogene Projekte in der Flüchtlingsarbeit investieren. Musik und Politik möchte ich hier als Stichworte nennen. Es ist wichtig, die weitere Integration zu begleiten.“

Fricke rief er dazu auf, in der Arbeit für und mit Flüchtlingen nicht nachzulassen. Denn es sei zu bemerken, dass das Interesse in diesem Bereich Monat für Monat nachließe. „Wir suchen deshalb weiterhin Zeitspender, also Leute, die sich hier bei uns ganz praktisch einbringen möchten.“

Ahrensburg steht in der Flüchtlingsarbeit weiterhin vor großen Herausforderungen

Bürgermeister Michael Sarach, der Schirmherr dieser Veranstaltungsreihe ist: “Wir befinden uns im Hinblick auf die Flüchtlingsarbeit in der Tat in einer besonderen Situation. Der starke Zuzug der Flüchtlinge hat mittlerweile abgenommen, aber damit ist unsere Arbeit nicht erledigt, ganz im Gegenteil. Wir stehen durch die Familienzusammenführung vor ganz neuen Herausforderungen. Dieses geschieht sehr im Stillen. Momentan haben wir noch nicht die Anzahl der Flüchtlinge aufgenommen, die wir nach dem Verteilungsschlüssel aufnehmen müssen. Die Prognosen des Landes, insbesondere aber des Kreises deuten darauf hin, dass wir mit ähnlichen Zahlen wie im Jahr 2016 rechnen müssen.“

Diese Tatsache könne nicht deutlich genug zum Ausdruck gebracht werden, so Sarach weiter. Dass die Flüchtlingsarbeit in Ahrensburg so ruhig und reibungslos abgelaufen sei, sei ein Signal dafür, dass es in dieser Stadt ein außerordentlich großes Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer gäbe. Ohne ihre Hilfe wäre die Stadt nicht in der Lage, dieser Aufgabe in dieser Art und Weise nachkommen zu können.

Aber die Arbeit sei bei weitem nicht erledigt. Veranstaltungen wie die 24-Stunden-Musicals seien immer wieder eine gute Gelegenheit, auf diese wichtige Arbeit aufmerksam zu machen.

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