Ausstellung von Nina Nollen „Zurück gibt es nicht“: Die Stimmung der Meersbrise eingefangen

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Ahrensburg (ve). Eine neue Ausstellung bringt frische Meeresluft in das Foyer des Rathauses.

Ausstellung "Zurück gibt es nicht": Bilder von Nina Catharina Nollen, rechts im Bild mit Laudator Klaus Markert, im Foyer des Ahrensburger Rathauses. Zusammen mit Hannelore Winderlich und Saskia Zebulka (links) entstand das dazugehörige Büchlein. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Ausstellung „Zurück gibt es nicht“: Bilder von Nina Catharina Nollen, rechts im Bild mit Laudator Klaus Markert, im Foyer des Ahrensburger Rathauses. Zusammen mit Hannelore Winderlich und Saskia Zebulka (links) entstand das dazugehörige Büchlein.
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Regelmäßig wechseln im Foyer und in der Galerie im Rathaus Ahrensburg die Ausstellungen. Nun ist ein Thema zu erleben, das gut in das Land zwischen den Meeren passt: Bilder von der rauen See. Die Ahrensburgerin Nina Catharina Nollen hat sie gemalt und am Freitag Abend in einer Vernissage etwa 50 Gästen präsentiert. Die 20 Groß- und Kleinformate sind noch bis zum 28. März zu sehen. Initiiert wurde die Ausstellung von Ahrensburgs Gleichstellungsbeauftragter Gabriele Fricke.

„Zurück gibt es nicht“: Bilder vom Meer, Geschichten aus Ahrensburg

Und auch wenn es Bilder von der rauhen See, der Dünenlandschaft und der Luft des Nordens sind – entstanden sind sie im Atelier. „Wenn ich an der See bin – im Fall dieser Bilder war es meist die Nordsee“, erläutert Nina Nollen im Gespräch mit ahrensburg24.de, „sauge ich alles wie ein Schwamm auf. Die Natur, den Duft, die Stimmung, die Geräusche – alles. Und im Atelier kommt dann einfach alles wieder raus.“

So „einfach“ sei damit ihr Malprozess, lacht Nina Nollen. Es gebe keinen Plan, kein Konzept oder gar Skizzen für ihre Bilder, sondern Stimmungen. „Wenn ich ein Bild male, bin ich ein bisschen wie im Rausch und das Bild kommt einfach aus mir heraus“, erzählt sie. Sie selber wisse vorher nicht, wie ein Bild am Ende aussehen wird.

Ausstellung "Zurück gibt es nicht": Bilder von Nina Catharina Nollen im Foyer des Ahrensburger Rathauses. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Ausstellung „Zurück gibt es nicht“: Bilder von Nina Catharina Nollen im Foyer des Ahrensburger Rathauses.
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Das Ergebnis sind stimmungsvolle, malerische Spotlights der Szenen, die zwischen gefühlter und erlebter Wirklichkeit stehen. Bilder mit Impressionen einer erkennbaren, rauen Meereslandschaft wechseln ab mit Bilder von gesteigerter Abstraktion und expressionistischer Farbgebung. Dabei bleibt die Technik immer gleich – Acryl auf Leinwand, aufgetragen mit – wen wundert’s – einem Schwamm. Nie aber ist es der Versuch einer naturalistischen Darstellung des nordischen Meeres.

Bilder des Meers in impressionistischer Realität

Der Schritt ins Atelier hat dabei eine größere Bedeutung, als nur der Wechsel von draußen nach drinnen. Nina Nollen gewährt mit diesem Malprozess den unbewussten, emotionalen Inhalten einen größeren Anteil im Bild, sie lässt sich quasi von der Wirklichkeit nicht mehr ablenken. Ihre Kunstfertigkeit, mit der sie das Malen schließlich umsetzt, ermöglicht es ihr, die Wirklichkeit genauso wie die Emotionen für den Betrachter im Bild erlebbar zu machen. Als würden Duft, Rauschen und Gefühle, die Nina Nollen draußen aufgesogen hat, aus dem Bild zum Betrachter überschwappen.

Ähnlich sieht es Klaus Markert, der in Hamburg in seinem Kunstforum Markert Künstlerinnen und Künstler unterstützt. Der Maler und Unternehmer hielt bei der Vernissage die Laudation und lobte die Bilder von Nina Nollen als „perfekt“. Markert: „Dir ist gelungen, woran viele Künstler lange arbeiten: Du hast Deinen Stil gefunden, einfach so.“ Tatsächlich malt Nina Nollen erst seit knapp zwei Jahren.

Das Buch zur Ausstellung: Szenen, Aphorismen, Skizzen, Illustrationen

Die Bilder stehen im Rahmen eines Gesamtkunstwerkes, dem auch ein Büchlein beigeordnet ist. „Zurück gibt es nicht“ ist der Titel von Buch und Ausstellung. Die drei Freundinnen Nina Nollen, Hannelore Winderlich und Saskia Zebulka stellen in dem Büchlein Aphorismen, Skizzen, kleine Geschichten, Erlebtes und Erfahrenes zusammen. Alles drei verbindet die Liebe zu Ahrensburg und gemeinsame Zeiten in der Schlossstadt. Auch wenn diese für Nina Nollen nun bald wieder zuende sein wird. Immer mal hat sie in ihrem Leben zwischen Hamburg, Ahrensburg und London der Schlossstadt – in der sie aufgewachsen ist – den Rücken gekehrt und auch jetzt zieht es sie wieder in die Ferne. Wohl ans Meer, lässt sie wissen, kurz vor ihrem Weggang aus der Stadt. Von der sie sich mit dieser Ausstellung verabschiedet.

Ausstellung "Zurück gibt es nicht": Bilder von Nina Catharina Nollen im Foyer des Ahrensburger Rathauses. Gäste der Vernissage. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Ausstellung „Zurück gibt es nicht“: Bilder von Nina Catharina Nollen im Foyer des Ahrensburger Rathauses. Gäste der Vernissage.
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