Bündnis 90/Die Grünen und SPD: Mahnwache zum Jahrestag von Fukushima

0

Ahrensburg (ve/pm). Fukushima – Sie erinnern sich noch? Damals, als die Welt Angst hatte vor einer Kernschmelze in dem japanischen Atomkraftwerk?

Atom-Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima: Mahnwache von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD Ahrensburg auf dem Rondeel. Foto: Bündnis 90/Die Grünen

Atom-Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima: Mahnwache von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD Ahrensburg auf dem Rondeel.
Foto: Bündnis 90/Die Grünen

Sechster Jahrestag der Fukushima-Atom-Katastrophe: 

Gemeinsam rufen Bündnis 90/Die Grünen Ahrensburg und die SPD Ahrensburg zu einer Mahnwache zur Fukushima-Atom-Katastrophe auf.

„Nach dem GAU von Fukushima sind die Folgen für Mensch und Umwelt noch immer verheerend“, betonen die Ahrensburger Parteien in einer Pressemitteilung. Nach wie vor trete radioaktives Wasser aus der Ruine des Atomkraftwerkes (AKW) aus, die beschädigten Brennelemente seien nicht geborgen. Zehntausende können nicht in ihre strahlenbelastete Heimat zurückkehren. Und: „Von einer juristischen und politischen Aufarbeitung der Ereignisse kann kaum die Rede sein.“

Die Parteien kritisieren, dass die Regierung trotzdem auf den vermeintlich billigen Atomstrom schwörten und damit nicht nur die massiven Gefahren für AKWs in Japan durch Erdbeben und Vulkane ignorierten, sondern auch den Wunsch der japanischen Gesellschaft nach einem Atomausstieg. Dabei seien die Bedingungen für einen Umstieg auf Erneuerbare Energien in Japan mit seiner Technologie-Affinität, exzellenten Forschung und vielfältigen geophysischen Möglichkeiten exzellent.

Für die Parteien wird eines deutlich: „Die Atomkatastrophe von Fukushima zeigt, dass selbst ein fortschrittliches Industrieland diese Gefahrentechnologie nicht beherrschen kann: Atomkraft ist und bleibt eine teure Risikotechnologie mit unkontrollierbaren Folgen!“ Dies zeigten auch die Zwischenfälle im Atomkraftwerk Fessenheim und Tihange.

Von Beginn an haben beide Parteien am Jahrestag eine Mahnwache organisiert, mit der sie gegen die Nutzung der Atomkraft protestieren: „Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, sich vehement für die Abschaltung grenznaher Schrottmeiler einzusetzen. Weltweit muss die Bundesregierung außerdem tatkräftig dafür werben, dass Erneuerbare Energien die klimafreundliche und bezahlbare und vor allem sichere Alternative zur Abhängigkeit vom atomaren Risiko sind.“

Die Mahnwache findet am Sonnabend, 11. März 2017, von 12 bis 12.30 Uhr auf dem Rondeel in Ahrensburg statt.

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren