Immobilienfrühling 2017: Es fehlen Baugrundstücke

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Ahrensburg (ve). „Wir könnten mehr verkaufen, wenn wir mehr Objekte im Angebot hätten“, so ist es an vielen Ständen auf der Messe „Immobilienfrühling 2017“ zu hören. Die Nachfrage nach Wohnobjekten ist groß.

Immobilienfrühling 2017: Die Messe rund um den Hauskauf und Hausbau der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln eG. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Immobilienfrühling 2017: Die Messe rund um den Hauskauf und Hausbau der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln eG.
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Es bleibt eine wachsende Branche: Die Suche nach Wohnobjekten, Häusern, Wohnungen und Baugrundstücken bleibt ungebrochen auf einem hohen Niveau. Ist es ein Wechsel in der Mentalität, dass die Menschen sich Eigentum wünschen? Sind es die niedrigen Zinsen? Oder macht die Gelegenheit die Käufer, die vielleicht Eigenkapital geerbt haben und es anlegen wollen?

Hohe Wachstumsquote auf dem Immobilienmarkt

Von allem wohl ein bisschen, vermuten Kai Schubert und Carsten-Peter Feddersen, Vorstand der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln eG, dem Veranstalter der Messe „Immobilienfrühling“. „Seit dem Jahr 2009 verzeichnen wir am Immobilienmarkt eine Wachstumsquote von bis zu 63 Prozent in den Ballungszentren, deutschlandweit liegt die Wachstumsrate bei 33 Prozent“, so Kai Schubert. Das bedeutet auf der anderen Seite: „Es mangelt häufig an Grundstücken, die Nachfrage nach Bauflächen ist noch größer.“

Immobilienfrühling 2017: Die Messe rund um den Hauskauf und Hausbau der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln eG. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Immobilienfrühling 2017: Die Messe rund um den Hauskauf und Hausbau der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln eG.
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Eine Einschätzung, die beim Gang über den Immobilienfrühling nur bestätigt wird. Das Unternehmen Hamburger Grundstückskontor (HGK) baut hochwertige und hochpreisige Eigenheime – und hat wenig Probleme, diese auch zu verkaufen. Geschäftsführer Michael Dorn zu ahrensburg24.de: „“Entscheidend ist natürlich die Lage der Immobilie. Stimmt die, findet sich schnell ein Käufer.“ Das bestätigt auch Immobilien-Maklerin Dunja Paasch von Paasch Immobilien: „Die Nachfrage durch Käufer ist groß. Besonders gefragt bei uns sind hochwertige Wohnungen in Zentrumsnähe, möglichst ruhig gelegen und sonnig – gerne ein Neubeu. Doch dafür braucht es Grundstücke in der Stadt.“

Große Preisunterschiede für Grundstücke zwischen Stadt und Land

Einen anderen Weg geht das Unternehmen Bauland24. Sie investieren vornehmlich in ländlichen Regionen – und haben auch dort derzeit wenig Probleme. „Unser Neubau-Projekt in Gudow war innerhalb weniger Wochen zum großen Teil verkauft, nur wenige Häuser sind noch frei“, berichtet Thomas Opfermann. Die Häuser stehen auf Grundstücken mit bis zu 1.000 Quadratmetern Größe. „In erster Linie kaufen Menschen aus der Stadt diese Objekte, die gerne auf das Land ziehen möchten. Die moderne Arbeitswelt, die Anbindung an Autobahn oder Breitbandversorgung machen es möglich.“ Bei drastisch unterschiedlichen Grundstückspreisen: Bezahlt der Käufer in Gudow 87 Euro pro Quadratmeter Land, muss er in Großhansdorf – nach dem neuesten Bericht des Gutachterausschusses die Gemeinde mit den höchsten Grundstückspreisen in Stormarn – 370 Euro pro Quadratmeter und mehr bezahlen – je nach Lage.

Großhansdorf ist damit zwar teuer – aber noch immer nachgefragt. Friedhelm Kiesler von Kiesler Immobilien ist Makler in Großhansdorf beobachtet, dass der Immobilienkauf häuft auch als Anlage genutzt wird. Eines betont Kiesler: „Wer jetzt die günstigen Zinsen ausnutzen will, sollte eine hohe Tilgung vereinbaren, damit nicht in zehn Jahren das böse Erwachen kommt und bei neuer Zinsbindung die Raten immens steigen.“

Noch einen lockt die boomende Baubranche: „Es finden sich viele Investoren, die Großpojekte umsetzen und diese gar nicht mal unbedingt verkaufen, sondern als Mietobjekte behalten“, berichtet Michael Weber von der BIG Immobilien GmbH.

Immobilienkauf: Für viele die Geldanlage mit sicherem Gefühl

Steffi Kirchner von der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) beobachtet wie viele andere in der Baubranche den starken Druck auf den Markt von Hamburg aus ins Umland: „In Hamburg geht fast nichts mehr, daher schauen sich die Leute im Umland um.“ Denn, so Steffi Kirchner: „Der Kauf einer Immobilie ist noch immer mit dem Sicherheitsgedanken verbunden, das Geld gut angelegt zu haben.“

Immobilienfrühling 2017: Die Messe rund um den Hauskauf und Hausbau der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln eG. Bürgermeister Michael Sarach und Carsten Peter Feddersen, Vorstand der Raiffeisenbank (von rechts). Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Immobilienfrühling 2017: Die Messe rund um den Hauskauf und Hausbau der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln eG. Bürgermeister Michael Sarach und Carsten Peter Feddersen, Vorstand der Raiffeisenbank (von rechts).
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Das eigene Haus in Ahrensburg – über immer mehr Neubürger freut sich Bürgermeister Michael Sarach, der zur Eröffnung der Messe sprach. „Ahrensburg wächst, bald sind wir 34.000 Einwohnerinnen und Einwohner“, so Sarach. „Das freut mich für Ihre Brance“, ergänzte er in Richtung der Messeaussteller, „und es bedeutet für die Stadt, das wir nacharbeiten müssen und die Infrastruktur wie Straßenbau sowie Schul- und Kindertagsstättenangebot anpassen müssen. Daran arbeiten wir.“

Zum 15. Mal hat die Raiffeisenbank Südstormarn Mölln zu der Messe geladen, 19 Aussteller informierten über ihre Projekte. Von vielen Seiten wird die im Vergleich zu anderen Veranstaltungen dieser Art sehr kleine Messe gelobt. Die Aussteller berichten von konstruktiven und nachhaltigen Gesprächen und immer wieder von einem fachkundigen und umfangreich vorinformiertem Publikum.

Immobilienfrühling 2017: Die Messe rund um den Hauskauf und Hausbau der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln eG. Bei der Eröffnung der Messe. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Immobilienfrühling 2017: Die Messe rund um den Hauskauf und Hausbau der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln eG. Bei der Eröffnung der Messe.
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

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