Zombiegrusel im 42: Szenische Lesung mit Vincent Voss und noch mehr Untoten

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Ahrensburg (sam). Im JuKi 42 wurde es am Wochenende extrem gruselig. Vincent Voss, Autor mehrerer Horrorbücher, war mit dem Ensemble Hackepeter zu Gast.

Szenische Lesung des Buches "Faulfleisch" von Vincent Voss im JuKi 42. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Szenische Lesung des Buches „Faulfleisch“ von Vincent Voss im JuKi 42.
Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Mit von der Partie waren Koyote, Maschine Nitrox, Frollein Raupenärger und Mad Jazz Morales. Im Gepäck hatten die fünf Ausschnitte aus Vincent Voss neuem Roman Faulfleisch.

Darin geht der Autor unter anderem der Frage nach, wie Menschen zu Zombies werden – ist die Ursache dafür immer nur ein Virus? Diese Variante habe sich durch viele Horrorfilme in den Köpfen der Menschen festgesetzt, erklärt er, aber sei sie der einzig denkbare Grund dafür?

In dem neuen Roman Faulfleisch entdeckt der Leser einen völlig neu entworfenen Ansatz und erlebt auch, dass Zombies durchaus menschliche Züge aufweisen können, manchmal zum Schmunzeln und ein anderes Mal zum Fürchten und Erschrecken.

Szenische Lesung des Buches "Faulfleisch" von Vincent Voss im JuKi 42. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Szenische Lesung des Buches „Faulfleisch“ von Vincent Voss im JuKi 42.
Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Das Buch von Vincent Voss: Konstruierter Wahnsinn

Grusel- und Horrorfans kamen bei dieser Lesung voll auf ihre Kosten – Nicht-Gruselfans mussten sich erst einmal an die Requisiten und die Masken der Schauspieler gewöhnen. Blut, offene Wunden und Knochen zogen den Blick der Besucher unweigerlich auf sich. Der wortwörtlich wahnsinnige Handlungsstrang des Geschehens und die in hohem Tempo wechselnden Szenen forderten die Zuschauer ständig neu.

Eher harmlos dagegen ist das, was im Kopf eines Zombies vorgeht. Zum Beispiel, wenn er sich im Berufsleben als Gerichtsmediziner ganz normal geben will. Angsteinflößend hingegen sein innerer Kampf gegen das Verlangen nach Blut und menschlichem Fleisch.

Eine Analogie auf eine brutale Gesellschaft

Und so nimmt schließlich das Chaos und Leiden seinen Lauf. Keine Kost für schwache Nerven, aber genug Freiheit, einen eigenen Film im Kopf entstehen zu lassen. Die Darsteller wechselten souverän die Charaktere und entwickelten, unterstützt durch die richtige Geräuschkulisse, die passende Spannung und Dramatik auf der Bühne.

Dieser neue Roman soll zum Nachdenken anregen, stellt Autor Voss der augenzwinkernden Skurrilität einen ernsten Aspekt an die Seite. Zum Nachdenken über das Verhalten von uns Menschen. Er ist sozialkritisch und in Analogie für eine anwachsende, Angst erzeugende Konsumgesellschaft zu verstehen, er spiegelt den oft aggressiven Umgang der Menschen untereinander wieder. „Dieses beklemmende Gefühl wollte ich einfangen“, erklärt Vincent Voss.

Szenische Lesung des Buches "Faulfleisch" von Vincent Voss im JuKi 42. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Szenische Lesung des Buches „Faulfleisch“ von Vincent Voss im JuKi 42.
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