Gastbeitrag: Ampel oder Kreisel an der Landesstraße 225/Online-Umfrage startet

0

Ammersbek (ve/pm). Eine Bürgerinitiative hat sich gegründet in Ammersbek mit dem Ziel, die Frage „Ampel oder Kreisel an der Landesstraße 225“ neu zu debattieren. Ihre Idee beschreibt sie in einer Mitteilung, die ahrensburg24.de im Wortlaut als Gastbeitrag veröffentlicht.

 Skizze für einen möglichen Kreisel an der Kreuzung der Landesstraße 225 in Ammersbek. Grafik: Dilpom-Ingenieur Eckehard Knoll


Skizze für einen möglichen Kreisel an der Kreuzung der Landesstraße 225 in Ammersbek.
Grafik: Dilpom-Ingenieur Eckehard Knoll

In Ammersbek hat sich in dieser Woche eine „Bürgerinitiative Ammersbeker Mühlenkreisel“ (BAM) gegründet, die die öffentliche Diskussion über eine wirkungsvolle Entschärfung des Unfallschwerpunktes an der Hoisbütteler Mühle beleben und das Meinungsbild der Bevölkerung ergründen möchte.

In der Sache geht es um die Installation einer Ampelanlage mit Linksabbiegerschutz. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) plant den Beginn der Bauarbeiten für Anfang April dieses Jahres. Die Inbetriebnahme der Ampel soll bereits vier Wochen später Anfang Mai erfolgen.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative sehen in dem beschleunigten Agieren der Landesstraßenbauverwaltung unmittelbar vor der Landtagswahl inzwischen keinen reinen Zufall mehr.
 Auch wenn die neue Lichtsignalanlage die Verkehrssicherheit an der Unfallhäufungsstelle deutlich verbessern wird, stößt sie nicht auf ungeteilte Zustimmung bei der Gemeindeverwaltung, den Ortspolitikern und auch nicht bei der Bevölkerung.

Als nachteilig gegenüber einem Kreisverkehr werden längere Wartezeiten, ein diskontinuierlicher Verkehrsfluss, gefährlich höhere Fahrgeschwindigkeiten sowie ökologische und straßenraumgestalterische Aspekte gesehen. Auch die vielseitigen Erfahrungen aus Reisen durch andere Länder bestimmen die Bewertungen vieler Menschen.

Die von Ammersbeker Einwohnern getragene Initiative möchte nun mit einer Online-Unterschriftensammlung allen Bürgerinnen und Bürgern über 18 Jahren aus Ammersbek und Umgebung – das heißt aus Stormarn sowie dem angrenzenden Bezirk Hamburg Wandsbek – die Möglichkeit geben, ihr persönliches Votum für die Alternativen Ampel oder Kreisel per Mouse-Klick im Internet abzugeben. Fachliche Beratung leistet der Ahrensburger Verkehrsingenieur Eckehard Knoll.

Die Internet-Adresse lautet www.unfallstelle-ammersbek.de. Dort wird informiert über Einzelheiten des Bauprojektes, die Seite ist ab dem heutigen Sonnabend, 11. März 2017, für einen Monat öffentlich. Das Abstimmungsergebnis wird statistisch ausgewertet und über die örtlichen Medien veröffentlicht. Personenbezogene Daten werden nur den mit dem konkreten öffentlichen Bauvorhaben befassten Verwaltungsdienststellen zur Überprüfung zugänglich gemacht und anschließend gelöscht.

In der nächsten Woche werden am Dienstag, 14. März 2017, auch die Gemeindevertretung in Ammersbek und der Petitionsausschuss des schleswig-holsteinischen Landtages über den Ampelbau an der Einmündung bei der Hoisbütteler Mühle beraten und im Rahmen ihrer Zuständigkeit Beschlüsse fassen. Vor diesem Hintergrund könnte eine zahlreiche zeitnahe Beteiligung an der Abstimmung bereits ein auch politisch interessantes Zwischenergebnis liefern.

20170310 Grundunfallkostenraten-Diagramm Knoll Kopie

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren