Fuck Cancer Festival: Viele Metal Bands spielen für die Sternenbrücke

0

Ahrensburg (sam). Dieses Festival hat einen besonderen Hintergrund, es ist eine Benefizveranstaltung zugunsten des Kinderhospizes Sternenbrücke in Hamburg.

Fuck Cancer Festival in Ahrensburg. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Fuck Cancer Festival in Ahrensburg.
Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Statt härter, lauter, schneller den Gehörgang freizupusten steht es unter dem Motto „Love Metal, Hate Facism, Help Children“ – aber natürlich inklusive Ohrenfiepen, sowas gehört einfach zu einem solchen Festival dazu.

Ein Festival für die Arbeit der Sternenbrücke

„Wir wollen damit die Mitarbeiter der Sternenbrücke unterstützen“, erklärt Sabine Schacht, Mitinitiatorin des Fuck Cancer, “sie kümmern sich aufopferungsvoll um die kleinen Menschen, die wahrscheinlich niemals so ein Festival wie dieses erleben werden, weil sie nicht mit dem wertvollsten dieser Welt beschenkt wurden: Gesundheit.”

Die Anmeldungen von Bands seien zahlreicher als im Jahr zuvor gewesen, es gäbe inzwischen sogar schon eine Warteliste – und die Anzahl der verkauften Eintrittskarten hätte sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt und läge bei ungefähr 350 Tickets. „Wir sind sehr sehr glücklich, dass so ein Interesse besteht und wir dadurch die Chance haben, noch mehr Einnahmen für die Sternenbrücke zu erwirtschaften“, freut sich Sabine Schacht.

Zum zweiten Mal schon macht sich die Metaler-Gemeinde für krebskranke Kinder stark. Nun als Festival, die Form hat sich zwar verändert, der Inhalt ist jedoch derselbe geblieben. Dass in Ahrensburg nicht nur etwas Gutes getan wird, sondern dass auch gute Metal-Musik von bekannten Bands gespielt wird, hat sich rumgesprochen. Ein Warm-up gab es im Night Light, St. Pauli, einen Abend zuvor zu erleben.

Metal-Party mit acht Bands plus special Guest

Acht Bands plus special Guest spielten sich die Finger wund, nachmittags um 15 Uhr ging es los. Mit dabei waren: Boreout Syndrome, Precipitation, Obskura, Durothar, Powerhead, Sasquatch, Surface und Endseeker. Einige von ihnen kamen von weit weg und nahmen einen langen Anfahrtsweg in Kauf.. Warum sind sie dabei?
Obskura: „Krebs kann jeden treffen, wenn es in diesem Zusammenhang auch noch um Kinder geht, dann ist die Bestürzung um ein Vielfaches größer. Man mag die Welt nicht mehr verstehen, in der so ein schutz- und hilfloser kleiner Mensch etwas so schreckliches er- und durchleben muss. Wenn wir damit auch nur ein kleines Stückchen helfen können, dann macht uns das glücklich und zufrieden und wir sind stolz, ein Teil dieses Events zu sein.“

Precipitiation aus Babenau bei Frankfurt am Main: „Schwere Schicksalsschläge haben viele bereits erlebt, umso naheliegender und wichtiger ist es, diejenigen zu unterstützen, die immer für Menschen in Not oder gar ausweglosen Situationen da sind. Wir ziehen unsere imaginären Hüte vor so viel Engagement und den vielen Besuchern, die all das erst möglich machen. Dass wir durch unsere Musik einen Teil dazu beitragen dürfen, die Veranstalter und das Kinder-Hospiz Sternenbrücke zu unterstützen, ist uns eine große Ehre.“

Durothar: „Für uns von Durothar bedeutet Metal Gemeinschaft Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung – nicht nur in der Band oder im Freundeskreis, sondern nach Möglichkeit auch darüber hinaus. Die Teilnahme am Fuck Cancer Festival bedeutet für uns als Band genau das zu tun, was wir wollen: Auf der Bühne stehen, uns mit den Besuchern einen schönen Abend machen u d dabei noch etwas Gutes tun. Wir hoffen auf einen hohen Spendenbetrag.“

Powerhead: “Wir haben uns für das Fuck Cancer Festival beworben, da wir alle schon Freunde, Verwandte und Arbeitskollegen durch Krebs verloren haben oder ihnen beim Kampf dagegen zur Seite standen und stehen. Wir sind der Meinung, dass Veranstaltungen wie das Fuck Cancer unterstützt werden müssen.“

Neben den Bands erhielten die Veranstalter von anderen Künstlern, Veranstaltern und Organisationen Unterstützung in Form einer großen Anzahl von Merchandise-Artikeln und Devotionalien, die sie gegen eine Spende in einer Dankeschön-Tombola verlosen konnten.

Die genaue Höhe der Spende, wird in den nächsten Tagen ermittelt. Zunächst einmal wird heute aufgeräumt und danach in Ruhe Bilanz gezogen.

Nach dem Festival ist vor dem Festival

Alle Bands und Besucher, die dieses Jahr nicht dabei sein konnten, sollten sich dieses Festival für 2018 rot im Kalender markieren, denn genauere Infos dazu gibt es zu gegebener Zeit unter www.fuckcancerfestival.de.

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren