Kindertageseinrichtungen in Ahrensburg: Es fehlen Betreuungsplätze

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Ahrensburg (ve). Suchen Sie für ein Kleinkind einen Betreuungsplatz? Dann suchen Sie doch mal nach einem Grundstück.

Die Kinderbetreuung bleibt ein schwieriges Thema in der Schlossstadt. Auf der gestrigen Sitzung des Sozialausschusses mahnten zahlreiche Eltern die Situation an. Die Wartelisten für Betreuungsplätze in Kinderkrippen seien lang, Kindergärten und Horte stets auf der Suche nach weiteren Räumen.

Kinderbetreuung in Ahrensburg: Warteliste mit 273 Kindern

Auf der Krippenwarteliste stehen zum heutigen Zeitpunkt 273 Kinder, deren Eltern eine Aufnahme bis zum 31. Dezember 2017 wünschen. Das werde sich aber, wie Erfahrungswerte der Verwaltung zeigen, noch reduzieren. Trotzdem würden Betreuungsplätze fehlen.

So wurde auf der Sitzung des Sozialausschusses die Idee debattiert, in einem Gebäude mitten in der Innenstadt in der Hagener Allee 5 eine Kindertagesstätte einzurichten. Allerdings: Wegen fehlender Außenanlagen und die Unterbringung in der Innenstadt konnten sich die Ausschussmitglieder nicht für diese Idee erwärmen.

Standort: Erlenhof? Kastanienallee? Helgolandring?

„Wir sollten in alle Richtungen denken“, mahnte Bürgermeister Michael Sarach an und hoffte auf Ideen für Standorte von Kindertagesstätten. Erlenhof Nord zum Beispiel? Oder neben dem Neubau in der Kastanienallee?

Seit langem immer wieder im Gespräch ist das Gelände am Helgolandring. Es muss je nach Notlage mal für den Ergänzungsbau der Grundschule herhalten – das ist bereits beschlossen – , mal für bezahlbaren Wohnraum und jetzt für eine Kindertagesstätte. Vielleicht könne man ja, hieß es im Ausschuss, dort eine Kindertagesstätte in Modulbauweise errichten, um die Nutzung des Geländes nicht dauerhaft festzulegen.

Die Verwaltung soll nun auf die Suche gehen nach möglichen Standorten für weitere Kindertagesstätten.

Streit um die Frühbetreuung an der Grundschule am Schloss

Doch auch wer sein Kind in der Kinderbetreuung hat, ist nicht nur gücklich. Zwischen der Grundschule am Reesenbüttel und dem AWO-Hort der Schule gibt es einen Zwist, der nun auch politisch zum Thema wurde. Hintergrund ist, dass die Schule ihre erste Stunde jetzt um 7,45 Uhr anfängen lässt. Die Stadt Ahrensburg kann es wirtschaftlich nicht vertreten, die Kosten für eine Dreiviertel Stunde Betreuung zu übernehmen.

Für die AWO ist die verkürzte Betreuung keine Option: „Es ist nicht möglich, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so flexibel einzusetzen, dass sie während ihrer Schicht erst eine Dreiviertels Stunde arbeiten und dann vier Stunden Pause haben“, betont Anette Schmitt, Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Stormarn. Vor diesem Hintergrund könne die AWO das Angebot der Frühbetreuung nicht aufrecht erhalten.

Politiker aller Fraktionen sahen die Notwendigkeit, die Frühbetreuung an der Grundschule anzubieten. Zunächst sollen aber weitere Gespräche der Grundschulleitung und der AWO abgewartet werden, gehofft wird, dass beide Einrichtungen zu einer Lösung finden, die die Frühbetreuung ermöglicht.

Themenbild Kindererziehung. Foto:©Ines Friedrich/pixelio.de

Themenbild Kindererziehung.
Foto:©Ines Friedrich/pixelio.de

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