Hauptversammlung Bürger für Sicherheit: Neue Mitglieder dringend gesucht

0

Ahrensburg (ve). Im vergangenen Jahr haben sie ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert, in vier Jahren würden sie gerne das 25-jährige Jubiläum feiern. Doch die Bürger für Sicherheit blicken auch unsicher in die Zukunft.

Hauptversammlung 2017 des Vereins Bürger für Sicherheit. Der Vorsitzende des Vereins, Klaus-Peter Trost (stehend), begrüßt die Gäste, darunter den Leiter der Kriminalpolizei Ralf Lorenzen (links) und den Leiter des Polizeireviers Ahrensburg Norbert Patzker (rechts). Foto:ahrensburg24.de

Hauptversammlung 2017 des Vereins Bürger für Sicherheit. Der Vorsitzende des Vereins, Klaus-Peter Trost (stehend), begrüßt die Gäste, darunter den Leiter der Kriminalpolizei Ralf Lorenzen (links) und den Leiter des Polizeireviers Ahrensburg Norbert Patzker (rechts).
Foto:ahrensburg24.de

Seit längerem quält der Verein die Mitglieder- und Nachwuchsfrage. Viele Mitglieder sind älter geworden, 33 Mitglieder weniger als Ende 2016 zählt der Verein heute. Einige sind verzogen oder können die Vereinsarbeit nicht mehr leisten, andere sind verstorben. Im gleichen Zeitraum sind nur fünf neue Mitglieder hinzu gekommen.

Bürger für Sicherheit: 312 Mitglieder zählt der Verein

Mehr noch aber drängt etwas, das der Vorsitzende Klaus-Peter Trost mehr zwischen den Zeilen sagt: „Ein lohnendes Ziel ist es, auch in fünf Jahren wieder mit Stolz auf Erreichtes zurückblicken zu können.
Eine entscheidende Voraussetzung dafür ist, dass sich innerhalb der kommenden anderthalb Jahren genügend Mitglieder finden, welche die in den nächsten 24 Monaten altersbedingt freiwerdenden Vorstands- und Beiratspositionen übernehmen und sich für längere Zeit engagieren.“ Nicht nur Mitglieder fehlen also, sondern auch Aktive im Vorstand.

Der Verein Bürger für Sicherheit wurde gegründet mit dem Ziel einer nachbarschaftlichen Prävention von Einbruchsdiebstählen und der Aufklärung über aktive Maßnahmen zur Verhinderung von Straftaten. So bieten insbesondere Informationsveranstaltungen Seniorinnen und Senioren Hilfe bei der Frage, wie sie sich vor Diebstahl schützen können. Ein großer Teil der Arbeit des Vereins nehmen die so genannten Beobachtungsgänge ein, zu denen sich die Mitglieder verpflichten. Vereinsmitglieder beobachten dabei gezielt und regelmäßig Nachbarschaft und melden Beobachtungen der Polizei. Dahinter steht die Hoffnung, durch eine solche Präsenz die Zahl der Wohnungseinbrüche zu vermindern.

Appell des Vorstandes: Mehr Mitglieder, mehr Mitglieder-Engagement

Der Verein möchte dies gerne weiterführen, doch: „Wir organisieren Wachsamkeit, indem wir nach wie vor Beobachtungsgänge durchführen, solange sich dafür Mitglieder zur Verfügung stellen können. Diese Einschränkung ist erforderlich, denn unser Mitgliederstamm hat einen Altersdurchschnitt erreicht, der seiner Mobilität natürliche Grenzen setzt“, betont es Klaus-Peter Trost in seinen Bericht.

Hauptversammlung 2017 des Vereins Bürger für Sicherheit. Foto:ahrensburg24.de

Hauptversammlung 2017 des Vereins Bürger für Sicherheit.
Foto:ahrensburg24.de

Der Verein Bürger für Sicherheit arbeitet eng mit der Ahrensburger Polizei zusammen. Der Leiter der Kriminalpolizei Ralf Lorenzen und der Ahrensburger Revierleiter Norbert Patzker sind regelmäßig Gäste auf der Versammlung des Vereins. In diesem Jahr blickte Ralf Lorenzen dabei etwas erleichtert auf die Statistiken.

Bericht der Kriminalpolizei: Erfreulicher Rückgang der Straftaten in 2016

„Die Anzahl der Straftaten in Ahrensburg ist zurück gegangen“, berichtete er. „Das hat sicherlich mehrere Ursachen.“ Die Polizei selber verschärft Kontrollen zum Beispiel im Rahmen der Anhalte- und Sichtkontrollen oder der Verkehrskontrollen. Doch Lorenzen nennt auch Erkenntnisse aus der Ermittlungsarbeit: „Wir konnten eine Serie rekonstruieren, bei der die Täter zwischen den beiden U-Bahnhöfen Schmalenbeck und Ahrensburg Ost entlang der Gleise durch den Grüngürtel gelaufen sind. Die Täter nutzen immer weniger die Straßen.“ So ist eine weitere Ursache der gegringeren Anzahl die gesperrten U-Bahn-Strecke.

Bericht auf ahrensburg24.de: „Kriminalstatistik: Deutlicher Rückgang bei Wohnungseinbruchsdiebstahl“

Wurden in 2015 noch 2.712 Straftaten registriert, so waren es im Jahr 2016 2.420. 1.330 Taten davon waren Diebstahl in verschiedener Form, das sind neben Wohnungseinbruch auch Fahrraddiebstahl oder Taschendiebstahl. Der Anteil ausländischer Straftäter sei dabei, so betonte es Lorenzen, auf gleichbleibendem Niveau. Die Aufklärungsquote beträgt in Ahrensburg beim Tatbestand Diebstahl 17,4 Prozent, bei schwerem Diebstahl fünf Prozent.

Enkeltrick, falsche Polizeibeamte: Nur Kontrollanrufe helfen

Sorgen bereiteten der Polizei die Straftaten wie Enkeltrick oder von Tätern, die sich als Polizisten ausgeben. „Es gelingt den Tätern sogar, die Rufnummer unseres Polizeireviers als anrufende Nummer anzeigen zu lassen“, warnt er. „Dann wird es wirklich schwierig, sich gegen solche Tricks zu wehren. Das einzige, was wirklich hilft, ist ein sofortiger Kontrollanrunf bei der Polizei.“ Nur so könne wirklich geklärt werden, ob der Anruf echt war oder falsche Polizeibeamten sich einschleichen wollen.

Einige Grafiken zur Statistik der Kriminalpolizei Ahrensburg:

Statistik zu Straftaten in Ahrensburg im Jahr 2016. Grafik: ©Kriminalpolizei Ahrensburg

Statistik zu Straftaten in Ahrensburg im Jahr 2016.
Grafik: ©Kriminalpolizei Ahrensburg

Statistik zu Straftaten in Ahrensburg im Jahr 2016. Grafik: ©Kriminalpolizei Ahrensburg

Statistik zu Straftaten in Ahrensburg im Jahr 2016.
Grafik: ©Kriminalpolizei Ahrensburg

Statistik zu Straftaten in Ahrensburg im Jahr 2016. Grafik: ©Kriminalpolizei Ahrensburg

Statistik zu Straftaten in Ahrensburg im Jahr 2016.
Grafik: ©Kriminalpolizei Ahrensburg

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren