Schloss Ahrensburg: Osterferienprogramm für Kinder

2

Ahrensburg (je/pm). Erstmals bietet die Stiftung Schloss Ahrensburg für die Osterferien ein Kinderprogramm an.

Osterferienprogramm 2017 für Kinder mit vielen Veranstaltungen im Schloss Ahrensburg. Foto: Schloss Ahrensburg

Osterferienprogramm 2017 für Kinder mit vielen Veranstaltungen im Schloss Ahrensburg. Foto: Schloss Ahrensburg

Schlossrundgänge in Verkleidung, Entdeckertouren durch den Schlosspark, Märchenrallyes und Gespenstersuche – Die Geschichte des Schlosses wird für Kinder lebendig. Schon die ganz Kleinen können bei einem Museumsbesuch viele spannende Details entdecken. Größere Kinder erfahren Genaueres über den Audioguide. Und welches Kind träumt nicht davon, einmal Prinzessin oder Ritter zu sein? Dann auf zur „Gräflichen Kaffeetafel“, in die „Welt der Ritter und Grafen“ oder einen unvergesslichen Geburtstag im Schloss erleben.

Schloss Ahrensburg: Osterferienprogramm von Freitag, 7. April, bis Freitag, 21. April 2017

1. Märchenhaft verkleidet durchs Schloss

Die kleinen Gäste sind eingeladen, sich im Schloss phantasievoll zu verkleiden. Während eines spannenden Rundgangs durch das Schloss erfahren sie, wie die Grafenfamilie lebte. Im Festsaal dürfen sie tanzen. Dauer: zwei Stunden, Alter: sechs bis sieben Jahre, Gruppengröße maximal zwölf Kinder, Preis: elf Euro pro Kind inklusive Getränk und Materialkosten. Bitte Hausschuhe mitbringen.

Die Termine: Dienstag, 11. April 2017 von 11 bis 13 Uhr, Donnerstag, 13. April 2017 von 14 bis 16 Uhr, Mittwoch, 19. April 2017 von 14 bis 16 Uhr, Donnerstag, 20. April 2017 von 11 bis 13 Uhr.

2. Gespenstersuche

Schloss Ahrensburg ist über 400 Jahre alt. Da gehört ein Gespenst zur Grundausstattung dazu. Tatsächlich gibt es aus dem 19. Jahrhundert einen Bericht über seltsame Ereignisse im Schloss. Nun soll endlich einmal den Hinweisen nachgegangen werden und auf geheimen Pfaden nach dem Schlossgeist gesucht werden. Im Turmzimmer gibt es eine gespenstische Lesung und zur Erinnerung an den aufregenden Besuch wird ein kleines Souvenir gebastelt.

Dauer: zwei Stunden, Alter: sechs bis neun Jahre, Gruppengröße maximal zehn Kinder, Preis: zehn Euro pro Kind, inklusive Getränk und Materialkosten. Bitte Hausschuhe mitbringen.

Die Termine: Mittwoch, 12. April 2017 14 bis 16 Uhr, Donnerstag, 13. April 2017 11 bis 13 Uhr, Dienstag, 18. April 2017 11 bis 13 Uhr, Donnerstag, 20. April 2017 von 14 bis 16 Uhr.

3. Entdeckertour durch den Schlosspark

Im Schlosspark gibt es viel zu entdecken: Der Rundgang vermittelt Wissenswertes und
Überraschendes über Pflanzen und Tiere der Anlage. Die Entdecker müssen Fragen beantworten, Fenster zählen, Löwen malen und Blätter erkennen. Als Lohn für die Mühe winkt ein „Schlosspark-Entdecker-Diplom“.

Dauer: anderthalb Stunden, Alter: acht bis elf Jahre, Gruppengröße zwölf Kinder, Preis: acht Euro pro Kind inklusive Getränk und Materialkosten. Die Entdecker müssen lesen und schreiben können. Bei schlechtem Wetter gibt es anstelle der Entdeckertour ein Detektivspiel im Schloss – dann bitte Hausschuhe mitbringen.

Die Termine: Dienstag, 11. April 2017 von 14 bis 15.30 Uhr, Mittwoch, 19. April 2017 von 11 bis 12.30 Uhr.

4. Märchenrallye im Schloss – für große und kleine Leute

Die Märchenrallye ist ein besonderer Rundgang durch das Schloss für die ganze Familie. Auf zwei Etagen laden Stationen mit Symbolen dazu ein, das richtige Märchen zu erkennen, in den Fragebogen einzutragen und schließlich das Lösungswort herauszufinden. Manche Fragen sind ganz schön knifflig, aber zum Ansporn erhalten findige Rätsellöser einen märchenhaften Lohn. Pro Person: 2,50 Euro zuzüglich Eintritt, täglich bei Museumsbetrieb von 11 bis 17 Uhr.

image_pdfimage_print
Teilen.

2 Kommentare

  1. Sabine Heinrich on

    Ich möchte mich drastisch ausdrücken: Die Kinder, die einmal im Jahr blaue Fähnchen – die auf die Kinderarmut im Kreis Stormarn hinweisen sollen – in die Schlossparkwiese stecken, müssen wohl draußen bleiben – bei DEN happigen Teilnahmekosten.
    Oder gibt es da einen Unterstützerkreis?
    Schade, dass den Kindern – gerade Programmpunkt 1 betreffend – wohl nur die Glanzseite des Lebens der Reichen im Schloss nahegebracht werden soll.
    Die Kinder müssen erfahren, dass das Leben in Schlössern und Herrenhäusern keineswegs für alle erquicklich war und Dienstboten, Mägde und andere Untergebene zum Teil miserabel behandelt wurden und kaum Rechte hatten.
    Das kann man Kindern durchaus mit Rollenspielen klar machen und sie dadurch dafür sensibilisieren, dass hinter dem ganzen Prunk und Protz, in dem einige wenige gelebt haben – Zigtausende steckten, die jenen
    Wenigen ihr üpppiges Leben überhaupt ermöglicht haben.
    So eine Veranstaltung muss überhaupt nicht trist und traurig sein – sie kann und sollte aber Denkanstöße bieten. Erfahrene Museumspädagogen wissen schon, wie man so etwas macht.
    Noch einmal zurück zu den Teilnahmekosten: Die Vorauswahl der Kinder, die man schon dadurch trifft, finde ich fragwürdig.
    Gut, dass Ahrensburger Kinder viele andere Möglichkeiten haben, in den Osterferien Sinnvolles und weniger Kostspieliges zu tun.

  2. Gertrud Tammena on

    In diesem Zusammenhang möchte ich auf einen Beitrag von Frank Jung im kürzlich erschienenen
    Schleswig Holstein Journal Nr. 11/2017 (WE-Beilage auch vom Stormarner Tageblatt) hinweisen, „Als für Dänemark die tropische Sonne erlosch“, indem auch das Ahrensburger Schloß bzw. Herrenhaus Erwähnung findet. Hier wird auf die bis heute nachwirkenden Folgen des Dänischen Dreieckshandels für die nach St. Thomas-Insel als Sklaven in die Karibik verschleppten Ghanaer hingewiesen, deren Nachkommen durch Gebietsverkäufe inzwischen als US-Bürger der Virgin-Islands dort heute durch ihre gewaltsame Entwurzelung ein ärmliches, oft diskriminiertes Dasein fristen. Dazu eröffnet am 11. Juni 2017 eine Ausstellung „Rum, Schweiß und Tränen“ im Flensburger Schifffahrtsmuseum. Darüber hinaus gibt es Projekte auf diesen Inseln zur Erforschung der Kolonialgeschichte, z.B. die Bewahrung der dort noch vorhandenen dänisch beeinflussten Baukultur, aber auch zur Identitätssuche der Bewohner, wofür Gelder eingeworben werden sollen. Sicherlich wären dies wichtige Projekte, an denen sich (Schloß) Ahrensburg pekuniär und bildungswirksam beteiligen könnte und die sich künftig in einem mehr zeitgemäßen Kinderferienprogramm niederschlagen könnten.

Kommentieren