Städtebauförderung und Rathaus-Sanierung: Aus 21 Millionen Euro werden 41 Millionen Euro

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Ahrensburg (ve). Der Minister hat es für gut befunden. Zumindest mündlich. Und so wurde der Stadt Ahrensburg ein umfangreicheres Städtebauförderungsprogramm genehmigt, als ursprünglich gedacht.

Das Sanierungsgebiet der Innenstadt Ahrensburg mit den einzelnen Projekten, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden könnten. Nicht alle fallen unter die Kategorie der Förderfähigkeit. Grafik: ©Stadt Ahrensburg

Das Sanierungsgebiet der Innenstadt Ahrensburg mit den einzelnen Projekten, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden könnten. Nicht alle fallen unter die Kategorie der Förderfähigkeit.
Grafik: ©Stadt Ahrensburg

Ursprünglich war die Verwaltung davon ausgegangen, dass im Rahmen des Städtebauförderungsprogrammes 21 Millionen Euro ausgegeben werden können, sieben Millionen Euro davon hätte die Stadt selber finanzieren müssen. Doch bei den Vorarbeiten und Planungen zu dem Programm ist deutlich geworden, wie viele Maßnahmen in Ahrensburg tatsächlich in Angriff genommen werden können. Und noch eines ist deutlich geworden: Die Sanierung des Rathauses wird um einiges teurer, als gedacht.

Im Rahmen des Städtebauförderungsprogrammes finanzieren Land, Bund und Kommune die Sanierung der Ahrensburger Innenstadt je zu einem Drittel. Ziel ist es, vor dem Hintergrund der geschichtsträchtigen und erhaltenswerten Innenstadt eine umfassende Sanierung umzusetzen. Planungen und Vorarbeiten von Ingenieurbüros und der Stadtverwaltung wurden jetzt beim Innenministerium eingereicht.

Themenbild Rathaus Ahrensburg. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Themenbild Rathaus Ahrensburg.
Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Städtebauförderung in Ahrensburg: Sanierung de Rathauses kostet zehn Millionen Euro

Wie Bauamtsleiter Peter Kania auf der gestrigen Sitzung des Bauausschusses berichtete, war der Innenminister mit den Plänen der Stadt Ahrensburg einverstanden. „Wenn wir davon ausgehen, dass ursprünglich mal lediglich eine Brandschutzsanierung des Rathauses mit Kosten von etwa 2,5 Millionen Euro angedacht war, können wir jetzt eine Sanierung von Grund auf umsetzen“, sagte er mit Blick auch auf das Rathaus. Die Kosten für dessen Sanierung liegen nach neuesten Planungen bei knapp zehn Millionen Euro, 9,6 Millionen Euro davon sind voraussichtlich förderfähig. Damit ergebe sich für die Stadt Ahrensburg ein Betrag von 3,2 Millionen Euro plus 400.000 Euro nicht förderfähige Kosten.

Der Verwaltung sei im Innenministerium signalisiert worden, dass das Gesamtpaket Städtbauförderung positiv gesehen werde. Noch gebe es zwar keinen schriftlichen Bescheid, doch die mündliche Zustimmung sei erfolgt. Und diese bezieht sich auf die insgesamt vorgeschlagenen Maßnahmen und somit ein Volumen von 41 Millionen Euro.

Allerdings: Der Gesamtrahmen bezieht alle Kosten mit ein, auch die nicht förderfähigen. Das lasse sich nur im Einzelfall klären, wenn feststeht, wann was gemacht werden soll. Darüber wiederum, welches Projekt wann und innerhalb welchen Kostenrahmens in Angriff genommen werden kann, entscheidet die Stadtverordnetenversammlung. Was das Städtbauförderungsprogramm am Ende also Stadt, Land und Bund kosten werde und wie hoch die einzelnen Anteile sein werden, steht derzeit noch gar nicht fest.

Als nächste Projekte im Rahmen des Städtebauförderungsprogramm sollen neben der Sanierung des Rathauses die Sanierung der Hamburger Straße im Innenstadtbereich sowie die Neugestaltung des alten Speichers am Gutshof erfolgen.

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