Deutschland und die USA: In Ahrensburg Thema bei Politik in der Remise

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Ahrensburg (ve/pm). Die Präsidentschaft von Donald Trump in den USA ist anders, als die vorherigen. Wie soll Deutschland damit umgehen? In Ahrensburg gibt es Antworten.

Themenbild USA, Präsident Donald Trump. Foto:©TimReckmann/pixelio.de

Themenbild USA, Präsident Donald Trump.
Foto:©TimReckmann/pixelio.de

Am Mittwoch, 12. April 2017, findet um 19.30 Uhr im Kulturzentrum Marstall die Veranstaltung
„Deutschland und die USA“ in der Reihe Politik in der Remise statt. Gastredner ist ein derzeit in den Medien viel gefragter Politikwissenschaftler: Professor Dr. Christian Hacke.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA

Seit den Hilfsleistungen des Marshallplans für das zerstörte Europa sind die engen Beziehungen zu den USA Teil der deutschen Staatsräson. Bis heute ist die Rede John F. Kennedys 1963 in Berlin im kollektiven Gedächtnis: „Alle freien Menschen, wo immer sie leben mögen, sind Bürger dieser Stadt Berlin; und deshalb bin ich als freier Mann stolz darauf, sagen zu können: Ich bin ein Berliner.“ Gleiches gilt für den Aufruf Ronald Reagans an derselben Stelle: „Mr. Gorbatschow: Reißen Sie diese Mauer nieder.“

Unbeschadet der gemeinsamen Werte wie Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie gemeinsamer Interessen wie Freihandel und kollektive Sicherheit gab es immer wieder in wirtschafts-, außen- und militärpolitischen Fragen gravierende Meinungsunterschiede, so zum Vietnamkrieg, zum Erdgasröhrenembargo, zum Irakkrieg oder zur NSA-Affäre.

USA und Deutschland: Nicht immer einer Meinung

Insofern sind Interessendivergenzen zwischen den Regierungen in Washington und Berlin kein Novum. Doch Präsident Donald Trump stellt das amerikanische Verhältnis zur Europäischen Union und zu Deutschland vor bisher nicht vorstellbare Herausforderungen. Auch nach dem jüngsten Besuch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel bei Präsident Trump ist eine klare Leitlinie der amerikanischen Außenpolitik nicht erkennbar. Außer: Der Präsident hat sich zur NATO bekannt und erneut mit der Einlösung der Zusage, die deutschen Militärausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu steigern, verknüpft.

Der Referent: Zum Politikwissenschaftler Professor Christian Hacke

Gut 100 Tage nach der Amtseinführung von Donald Trump wird Professor Dr. Christian Hacke über die deutschen Beziehungen zu den USA sprechen. Hacke hat in Berlin und Freiburg Politikwissenschaft studiert. Nach seiner Habilitation 1990 in Bonn lehrte er als Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr Hamburg. 1991 und 1992 war er Gastprofessor an der Universität Potsdam und 1996 an der Hoover Institution on War, Revolution and Peace der Stanford University sowie Gastwissenschaftler am United Institute of Peace in Washington. Von 2000 bis 2008 war er Professor für Politikwissenschaft am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie in Bonn. Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, des Internationalen Instituts für Strategische Studien, des Komites für Atlantische Studien und des Welt- Sicherheitsnetzwerks.

Prof. Hacke ist als Kenner der Vereinigten Staaten und der deutschen Außenpolitik gegenüber den USA ein in den Medien gefragter Experte. Er hat die Entwicklung der deutsch-amerikanischen Beziehungen unter den verschiedenen amerikanischen Präsidenten und Außenministern der vergangenen Jahrzehnte verfolgt und analysiert. Lutz Reuter, Vorsitzender des Kulturvereins Marstall: „Nach dem spannenden Abend über die deutschen Beziehungen zu Russland und den zentralasiatischen Staaten können sich die Besucher des Kulturzentrums wieder auf einen anregenden und erkenntnisreichen Vortrag (mit Diskussion) freuen.“

Die zweijährige Vortragsreihe „Politik in der Remise“ zur deutschen Außenpolitik im Wandel wird von der ZEIT-Stiftung finanziell unterstützt. Die Moderation des Abends übernimmt Ursula Pepper, Bürgermeisterin a.D. Der Eintritt ist frei; um Spenden wird gebeten.

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