Häusliche Gewalt im Elsterweg: Wegweisung wurde ausgesprochen

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Ahrensburg (ve). Meldet eine Ehefrau häusliche Gewalt bei der Polizei an, können die Beamten die so genannte Wegweisung aussprechen. So geschehen gestern Abend.

Themenbild Polizei. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

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Am späten Nachmittag erschien eine Frau auf der Polizeidienststelle in Ahrensburg und meldete die häusliche Gewalt an. Dem Ehemann der Frau wurde daraufhin für einen bestimmten Zeitraum der Kontakt zu der Frau und der Zutritt zur Wohnung im Elsterweg polizeilich untersagt. Unter Begleitung der Beamten kann dem Mann Zutritt zur gemeinsamen Wohnung gewährt werden, um persönliche Dinge abzuholen.

Wie die Pressestelle der Polizei gegenüber ahrensburg24.de mitteilte, sei dies der Hintergrund eines Einsatzes im Elsterweg am Dienstag Abend gewesen.

Der Verein Frauen helfen Frauen erläutert auf seiner Internetseite die Bedeutung der Wegweisung als polizeilichen Akt: „Sie soll Intervention bei häuslicher Gewalt befördern und gewährt bei Anwendung sofortigen Schutz vor weiterer häuslicher Gewalt.“ Die Polizei könne umgehend untersagen, dass der gewaltätige Ehepartern die gemeinsame Wohnung betritt und dies auch für eine Frist von 14 Tagen nicht dürfe.

Weiter heißt es bei Frauen helfen Frauen: „Wird die Polizei über den Notruf 110 zu einem Einsatz häusliche Gewalt gerufen, so kann sie zur weiteren Gefahrenabwehr sofort eine polizeiliche Wegweisung aussprechen. Ob eine Wegweisung ausgesprochen wird, liegt im Ermessen der Einsatzbeamten. Die polizeiliche Wegweisung steht zumeist am Anfang der Interventionskette bei häuslicher Gewalt, die Maßnahme dient der Gefahrenabwehr und bietet dem Opfer die Möglichkeit, durch die Räumliche Trennung vom gewalttätigen Partner in Ruhe über weitere Schritte nachzudenken und in dieser Zeit Hilfe und Unterstützung in Anspruch zu nehmen. In der Regel führt eine polizeiliche Wegweisung auch zu einer Strafverfolgung.“

In Schleswig-Holstein ist der § 201a Landesverwaltungsgesetz die rechtliche Grundlage.

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