Sollten Hunde mit Rattengift vergiftet werden? AfD vermutet Anschlag auf Direktkandidatin

Stormarn/Lauenburg (ve/pm). Einen politischen Anschlag vermutet die AfD als Hintergrund für den Versuch, Hunde der Stormarner Direktkandidaten zu vergiften.

Die AfD Stormarn vermutet einen Anschlag auf die Hunde der Direktkandidatin Annette Mayer, im Bild die Hunde Nemi und Findus. Foto:AfD Stormarn

Die AfD Stormarn vermutet einen Anschlag auf die Hunde der Direktkandidatin Annette Mayer, im Bild die Hunde Nemi und Findus.
Foto:AfD Stormarn

Den Vorfall schildert der Kreisverband der AfD in einer Pressemitteilung. Am gestrigen Mittwoch hätten Unbekannte einen „feigen Anschlag“ auf die Hunde von Annette Walther, der Direktkandidatin der AfD für den Wahlkreis 29 – Stormarn-Mitte, verübt. Annette Walther engagiere sich im Tierschutz und kümmere sich um ehemals streunende Hunde aus Ungarn und Rumänien sowie um in Deutschland ausgesetzte Tiere. Ihre derzeit sieben Hunde seien durch fehlende Gliedmaßen, Lähmungen, Unfälle oder Traumatisierungen aufgrund von Misshandlungen stark behindert, heißt es in der Mitteilung.

Am Mittwoch hätten zwischen 9.30 Uhr und 11.15 Uhr Täter einen Karton mit Rattengift-Tüten über einen zwei Meter hohen Zaun auf ein in Lauenburg gelegenes Grundstück von Annette Walther geworfen. Die Tüten seien mit Leberwurst bestrichen worden, so dass die Hunde nichts ahnend ein Leckerli witterten. Glücklicherweise sei eine Nachbarin aufmerksam geworden, so dass ein Tierarzt den vergifteten Hunden ein Brechmittel habe verabreichen konnen. Heute solle bei den Tieren ein Bluttest gemacht werden, der Klarheit darüber bringen soll, ob und inwieweit die hilfsbedürftigen Tiere bereits gesundheitliche Schäden erlitten haben.

Rattengift wurde auf das Gelände geworfen: Anzeige erstattet

Die Pressemitteilung der Partei nennt auch eine Personenbeschreibung eines Tatverdächtigen: Eine Zeugin habe einen schlanken jungen Mann beobachtet, der dunkel gekleidet war.

Die AfD-Kandidatin Annette Walther hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet, das bestätigt die Polizeidirektion Ratzeburg. Eine Fahndung der Polizei sei ergebnislos geblieben, so die Polizei.

Annette Walther kommentierte die Tat in der Mitteilung so: „Wie weit sind wir in unserem Land gekommen? Bestimmten radikalen und demokratiefeindlichen Kreisen reicht es nun nicht mehr, Kandidaten und Wähler der AfD zu beschimpfen, Plakate zu entfernen oder zu beschmieren. Der Respekt vor unsere Mitgeschöpfe, die auf unsere Hilfe angewiesen sind und die unser aller Mitgefühl verdienen, ist totaler politischer Verblendung gewichen. Behinderte Hunde als Leidtragende einer politischen Auseinandersetzung? Das geht entschieden zu weit!“