Pfundig durch Wechseljahre? – Gewichtszunahme liegt selten an Hormonen

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Ahrensburg/Berlin (bz). Neben Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen leiden viele Frauen während der Wechseljahre vor allem unter einem wachsenden Bauchumfang. „Schuld an den zusätzlichen Kilos ist allerdings weniger die Hormonumstellung, sondern ein im Alter sinkender Kalorienbedarf und zu wenig Bewegung“, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer GEK.

Die Wechseljahre sind für den weiblichen Körper eine große Herausforderung. Durch die sinkende Produktion der beiden Hormone Östrogen und Gestagen kommt es zu körperlichen Veränderungen. So verlieren beispielsweise Bindegewebe und Knochen an Festigkeit. Doch dick macht diese Hormonumstellung nicht. „Auch wenn es durch die Wechseljahre zu vermehrter Wassereinlagerung kommen kann, sorgen diese in der Regel höchstens für zwei bis drei Kilo mehr auf der Waage“, so Marschall.

Allerdings vergessen Frauen häufig, dass sie mit zunehmendem Alter weniger Energie verbrauchen. Im Durchschnitt reduziert sich bei Frauen der tägliche Energiebedarf zwischen dem 25. und 50. Lebensjahr um etwa 400 Kalorien. Wer aber weiter isst wie bisher, legt deutlich an Gewicht zu. „Besonders tückisch an dieser Gewichtzunahme ist, dass sich das Fett vor allem im Bauchraum festsetzt, wodurch sich das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht“, weiß die Medizinerin.
Dennoch ist es nicht damit getan, einfach weniger zu essen. Auch regelmäßige Bewegung ist weiterhin erforderlich. Doch mehr als die Hälfte der Frauen im Alter von 50 Jahren treibt gar keinen Sport mehr. Mediziner und Ernährungsberater empfehlen deshalb eine Kombination aus einem aktiven Lebensstil und dem Genuss von Lebensmitteln mit wenig Kalorien, aber vielen Mineralstoffen und Vitaminen. Dazu gehören beispielsweise Gemüse, Salat, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte sowie mageres Fleisch.

Erstellt: 18.8.2013

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