Wettbewerb zur Bebauung des Lindenhof-Geländes

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Ahrensburg (ve). Was soll am Lindenhof direkt am Regionalbahnhof der Stadt Ahrensburg geschehen? Das soll eventuell im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbes entschieden werden. Der Auslobungstext des Wettbewerbes wird auf der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am Mittwoch, 4. September 2013, thematisiert.

Lindenhof

Lindenhof

Im Jahre 2011 hatte eine Investorengruppe eine Überplanung des Geländes in den Gremien vorgestellt. Sie sah ein mehrgeschossiges Gebäude vor mit Räumen für Einzelhandel, Arztpraxen und Wohnungen sowie einer Tiefgarage vor. Doch die Stadtverordneten mochten dem Vorschlag nicht folgen, auch weil es für wichtig erachtet wurde, ein Gesamtkonzept für das zentral in der Innenstadt gelegene Grundstück vorzugeben.

Nun will die Stadt Ahrensburg gemeinsam mit der Projektgesellschaft Lindenhof, der Hochtief Hamburg GmbH und der Baustudio PE GmbH einen Wettbewerb ausloben. Gestaltet werden soll nach wie vor ein mehrgeschossiges Gebäude mit Ladenfläche im Erdgeschoss, Raum für Arztpraxen und Wohnraum. Es soll vor allem die zwischen Innenstadt und Bahnhof klaffende Lücke füllen, die der Lindenhof heute bildet. Seit dem Bau der Unterführung unter die Bahngleise liegt das Gelände, benannt nach der Gaststätte Lindenhof, die früher dort war, frei und wird als Parkplatzfläche genutzt.

Der Auslobungstext sieht auf einer Grundfläche von 10.000 Quadratmetern ein mehrgeschossiges Gebäude mit einer Höhe von nicht mehr als 24 Metern vor. Es soll sich in das Ensemble der umliegenden Gebäude einpassen und so „die spezifischen Eigenschaften und Charakteristiken des Umfeldes“ berücksichtigen, gleichzeitig soll ein Gebäude mit einer „eigenständigen Identität und Strahlkraft“ entwickelt werden.

Besonders für die Gestaltung des Erdgeschosses solle dabei eine offene und lebendige Architektur entstehen, die „Fußgängern und Besuchern der Ahrensburger Innenstadt Verweilqualität“ bieten. Dort soll Raum sein für Einzelhandel und Gastronomie. Im Geschoss darüber könnten entweder Praxen und Büros entstehen oder Wohnungen. In den Wettbewerbsunterlagen wird von 60 bis 80 Wohneinheiten gesprochen, 60 Prozent der Wohnungen sollen etwa 60 Quadratmeter groß sein, 20 Prozent kleiner und 20 Prozent größer.

Insgesamt gibt der vorgeschlagene Auslobungstext wenig Gestalterisches vor. Den teilnehmenden Architekturbüros soll größtmögliche Freiheit gelassen werden. In dem Entwurf des Auslobungstextes heißt es lediglich: „Die Ausloberin erwartet eine Architektursprache, die kreativ und zeitgemäß dem spezifischen Anspruch der Aufgabenstellung gerecht wird. Neben städtebaulichen, architektonischen, funktionalen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten ist die baurechtliche Realisierbarkeit wichtiges Kriterium.“

Der Auslobungstext wird auf der Sitzung des Ausschusses am 4. September behandelt. Um den Wettbewerb umsetzen zu können, soll zwischen der Stadt und der Projektgesellschaft ein städtebaulicher Vertrag geschlossen werden. Auch dieser wird auf der Sitzung thematisiert. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Sitzungszimmer 601 des Ahrensburger Rathauses.

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