Stellenplan: Bauamt ja, Stadtkasse nein

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Ahrensburg (ve). Streit um den Stellenplan im Rathaus gab es auf der August-Sitzung der Stadtverordnetenversammlung. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, eine befristete Stelle in der Stadtkasse zu schaffen. Der Mitarbeiter soll sich über drei Jahre mit dem Forderungsmanagement befassen und dafür sorgen, dass Außenstände eingefordert und die Arbeitsprozesse zentralisiert werden. Außerdem soll eine mit Angestellten zu besetzende Stelle im Bauamt der Stadt umwandelt werden in eine Beamtenstelle.

Die Umwandlung der Angestellten-Stelle in eine Beamtenstelle war für die Stadtverordneten unstrittig. Hintergrund ist, dass sich auf die vakante Position ein Beamter beworben hat, den Verwaltung und Politik gerne einstellen würden. Doch darf ein Beamter nicht als Angestellter eingestellt werden, das macht die Umwandlung erforderlich. Bei zwei Gegenstimmen der FDP und einer Enthaltung stimmte die Stadtverordnetenversammlung dem Vorschlag zu.

Anders verhielt es sich bei der Stelle für die Stadtkasse. Die Politik wollte der Argumentation der Stadtverwaltung nicht folgen, dass diese Teilzeitstelle mit einer Arbeitszeit von etwa 31 Wochenstunden erforderlich sei und diese Arbeit nicht auch anders zu organisieren sei. Sowohl CDU als auch WAB schlugen vor, diese Arbeit extern in Auftrag zu geben. Bürgermeister Michael Sarach sieht dies kritisch: „Die Grenze der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Stadtkasse ist erreicht, wir haben auch eine Fürsorgepflicht den Mitarbeitern gegenüber.“ In der externen Vergabe dieser Aufgaben sieht er zudem kein großes Einsparpotenzial.

Schwerer noch wiegt für Sarach die Tatsache, dass seiner Bitte um diese befristete Stelle nicht nachgekommen worden war, obwohl die Verwaltung im Rahmen der Beratungen zum Stellenplan 1,2 Stellen eingespart hatte. „Wenn wir diese Vorgaben der Stelleneinsparung umsetzen“, so Michael Sarach, „halte ich es nur für korrekt, wenn der Bitte um eine befristete Teilzeitstellen dann auch nachgekommen wird.“ Mit 17 Stimmen der CDU und Bündnisb 90/Die Grünen wurde dem Antrag nicht entsprochen.

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