S4: „Ahrensburg einfach tiefer legen“

0

Ahrensburg (ve). Im Oktober dieses Jahres soll die Vorentwurfsplanung für die Baumaßnahme der neuen S-Bahnlinie S4 vorgestellt werden. Vor wenigen Tagen hatte das Hamburger Wirtschaftsministerium ein erste konkrete Kostenschätzung veröffentlicht. In ihr wird davon ausgegangen, dass der Bau 630 Millionen Euro kosten wird. Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach hat zum Bau der neuen S-Bahnlinie eine neue Idee in den Raum geworfen: Er schlug kürzlich vor, die gesamte Gleisanlage innerhalb des Ahrensburger Stadtgebietes tiefer zu legen. Hintergrund sind die Planungen für den Lärmschutz entlang der erweiterten Gleisanlagen. In einer Planung spricht die Deutsche Bahn AG davon, den Schallschutz durch fünf Meter hohe Wände gewährleisten zu müssen.

„Ich wünsche mir, dass Ahrensburg nicht durch solche Wände geteilt wird. Es muss doch einen Weg geben, das zu verhindern“, so der Bürgermeister. So schlägt er vor zu überprüfen, ob das Tieferlegen der gesamten Gleisanlage um einige Meter machbar seien. „Mir ist klar, dass dies ein sehr aufwändiges Projekt wäre, aber angesichts der Alternative müssen wir zumindest darüber nachdenken dürfen. Die Debatte müsse jetzt zeitgleich zu der Konkretisierung der Planung erfolgen.“

Nach Sarachs Vorstellungen könnte das Absenken der Gleise vor dem Stadtgebiet beginnen und so insgesamt um etwa mehrere Meter erfolgen. Die Höhe der Lärmschutzwände, die dann oberhalb dieser Senke errichtet werden müssten, würde sich entsprechend verringern. „So könnte es sein, dass Lärmschutzwände nur noch in einer Höhe von zwei bis drei Meter erforderlich sind“, so Sarach. Das würde den Lärmschutzwänden entsprechen, die im Zuge der aktuellen Schallschutzmaßnahmen derzeit innerhalb des Stadtgebietes errichtet werden sollen.

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren