Basler AG: Zukunft nach der Wirtschaftskrise

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Ahrensburg (ve). 25 Jahre ist das Unternehmen Basler AG jetzt alt – und blickt in die Zukunft. Nicht alleine, sondern mit einem Zukunftsforscher, dem Münchner Volkswirt Erik Händeler. Und mit zahlreichen Unternehmern und Managern aus Norddeutschland, die zu Gast waren auf der „Zukunftswerkstatt 2013“. Zu dieser hatte die Basler AG aus Anlass ihres Jubiläums eingeladen.

Der Referent Erik Händeler.

Der Referent Erik Händeler.

In welcher Krise befindet sich die Gesellschaft derzeit und wie ist sie am effektivsten zu bewältigen? Mit solchen Fragen beschäftigt sich Erik Händeler seit mehreren Jahren. Wissenschaftlich aufgearbeitet hat er seine Antworten in seinem Buch „Die Geschichte der Zukunft“. Locker und frei vorgetragen hat er sie im Rahmen der Zukunftswerkstatt als Impulsreferat.

Seine Theorie, die auf der „Theorie der langen Wellen“ von Nikolai Kondratieff beruht, geht davon aus, dass nur der Wechsel von Auf- und Abschwung die Wirtschaftskraft sowie technische und gesellschaftlichte Weiterentwicklung hervorrufen.  Gesellschaften stoßen an die Grenzen ihres Wachstums und ihrer Funktionsfähigkeit. Der Abschwung und die Wirtschaftskrise setzen ein. Aus dieser Not heraus entwickelt die Gesellschaft Antworten und überwindet im Aufschwung die Krise. Daraus ergibt sich ein Kreislauf.

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Zentral war auf der Zukunftswerkstatt der Basler AG der Blick auf die Gegenwart und Zukunft. Für Händeler steht die Wirtschaft an der Schwelle zu einer modernen Wissensgesellschaft. Diese lebt nicht von den Fähigkeiten eines Einzelnen oder einer Führungsebene. Sondern sie lebt davon, dass Einzelwissen Vieler effektiv zusammen zu führen und wirtschaftlich nutzbar zu machen. Um Fachwissen, Kompetenzen und Kreativität vieler Mitarbeiter für ein Ziel nutzbar zu machen, bedarf es Teamfähigkeit, sozialer Kompetenz, Kommunikationsfähigkeit, neuer hierarischer Strukturen.

„Das geht nur, wenn die Mitarbeiter auch psychisch stabil sind“, so Händeler. „Die Krise der Zukunft könnte ein Mangel an Gesundheit  sein“, lautet seine These. Teamfähigkeit hieße auch, Kritik an der eigenen Arbeit einstecken zu können, sich zugunsten einer fachlich besseren Idee zurück nehmen zu können, Revierkämpfe und persönliche Befindlichkeiten auszuschalten. „Konflikte müssen mit offenem Visier ausgetragen werden können, das fällt vielen schwer“, so Händeler.

Psychische und körperliche Erkrankungen entstünden dort, wo nicht das Fundament für eine ausgeglichene Arbeitswelt gelegt wird. Dies könne nur gelingen, wenn die Mitarbeiter ihre köperlichen und psychischen Befindlichkeiten regenerieren können. Unternehmen, die das erkennen, würden für sich einen Wettbewerbsvorteil nutzbar machen.

Die Basler AG hat dies erkannt: „Für uns ist der Begriff „Der Mensch steht im Mittelpunkt“ nicht nur eine leere Worthülse“, so der Aufsichtratsvorsitzende und Firmengründer Norbert Basler. Sein Unternehmen lebe die Philosophie, Nachhaltigkeit über eine hohe Mitarbeitermotivation zu erreichen. Eigeninitiative und Verantwortungsbewußtsein des Einzelnen der gesamten Firma gegenüber tragen das Unternehmen. „Diese Einstellung hat die Basler AG durch die schwersten Krisen getragen, die Lösungen und neuen Ideen zur Überwindung der Krise kamen aus der Belegschaft.“

Firmengründer und Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Basler.

Firmengründer und Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Basler.

Vor Fachpublikum fielen diese Thesen auf fruchtbaren Boden. Landrat Klaus Plöger und Bürgermeister Michael Sarach waren bei der Zukunftswerkstatt dabei oder Schulleiter wie Herbert Janßen von der Selma Lagerlöf-Gemeinschaftsschule. Daneben saßen Wirtschaftsfachleute wie der frühere Schleswig-Holsteinische Wirtschaftsminister Bernd Rohwer, der CDU-Politiker Philipp Murmann, Nils Thoralf Jarck von der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck, die Gleichstellungsbeauftragte Birte Kruse-Gobrecht und Geschäftsführer großer norddeutscher Unternehmen wie Dräger in Lübeck und Minimax in Bad Oldesloe. Im Anschluss an das Referat von Erik Händeler kamen sie in verschiedenen Workshops zusammen und planten gemeinsam die Zukunft.

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