Nina Scheer lässt den Kopf hängen – aber nur auf dem Wahlplakat

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Ahrensburg (bz). Sie hat ihn doch geschafft – den Einzug in den Bundestag. Also, kein Grund drei Tage nach der Wahl gleich den Kopf hängen zu lassen. Tut Dr. Nina Scheer aber dennoch. Zumindest auf diesem Wahlplakat an der Unterführung Hagener Allee. Wind und Wetter und vielleicht auch jemand, der die SPD bei der Wahl vom 22. September 2013 nicht so gern weit vorn sehen wollte, haben da ihren Beitrag geleistet.

Die Vorderseite des Plakates....

Die Vorderseite des Plakates an der Hagener Allee….

Sie wird’s verschmerzen. Direkt auf der Rückseite des Laternenmastes ist die 42-jährige SPD-Politikerin, die jetzt ihre erste Wahlperiode im Bundestag erlebt, noch gut zu sehen.

Die Noch-Berlinerin, die ihren Wohnsitz nach Stormarn verlegen möchte, war vor den Bundestagswahlen von der SPD Schleswig-Holstein für den Wahlkreis 10 Herzogtum-Lauenburg/Stormarn nominiert worden und hat über einen Listenplatz den Einzug ins Berliner Parlament geschafft. Sie holte 34,6 Prozent der Erststimmen. Ihre bisherige Aufgabe, die Geschäftsführung des Bundesverbandes der grünen Wirtschaft „UnternehmensGrün“, gibt sie nun auf.

Das Interesse an der Politik wurde Nina Scheer in die Wiege gelegt. Sie  ist die Tochter des langjährigen SPD-Bundestagsabgeordneten Hermann Scheer und selbst bereits seit 1987 Mitglied der Partei. Sie hat Musik und Jura studiert und möchte sich nun vornehmlich dem Thema Energiewende annehmen. Also, Kopf hoch, für die neue Aufgabe.

Erfolgreicher als Nina Scheer war im Wahlkreis 10 nur der CDU-Mann Norbert Brackmann. Mit 45,2 Prozent der Erststimmen zog er wieder in den Bundestag ein. Er legte im Vergleich zur letzten Bundestagswahl mehr als fünf Prozent zu. Ebenfalls im Deutschen Bundestag ist der Kandidat von Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Konstantin von Notz. Sein Stimmenanteil wuchs von sieben auf 10,6 Prozent.

...und die Rückseite.

…und die Rückseite.

 

Die FDP-Kandidatin dieses Wahlkreises fiel nicht nur dem Absturz der Partei zum Opfer, auch ihr eigener Anteil an Erststimmen verringerte sich von 11,1 auf 2,2 Prozent. Und der Ahrensburger FDP-Kopf Bernd Buchholz? Er hat es in seinem Wahlkreis Ostholstein auch nicht geschafft. Dabei hatte er im Vorfeld der Wahlen auf Anhieb Platz zwei der Landesliste Schleswig-Holstein ergattert. Der ehemalige Vorstand von Gruner + Jahr orientiert sich nun schon anderweitig innerhalb seiner Partei um: Er möchte für einen Platz im Vorstand der Bundes-Liberalen kandidieren.

 

 

 

 

 

 

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