Heute rückte die Ahrensburger Feuerwehr noch sechsmal aus

0

Ahrensburg (bz). 45 Einsätze musste die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg während des Sturmes gestern fahren. Gemeinsam mit den drei Wehren der Stadt und zwei Trupps vom Ahrensburger Bauhof waren sie mit knapp 70 Mann im Dauersatz von 14 bis 22 Uhr. „Die Faxe von der Leitstelle kamen im Minutentakt“, so Ahrensburgs Wehrführer Florian Ehrich. Auch heute rückten die freiwilligen Helfer noch sechsmal in Folge des Sturmtiefs Christian aus, weil akute Gefahr von hängenden Ästen oder umkippenden Bäumen ausging.

Ortswehrführer Florian Ehrlich.

Ortswehrführer Florian Ehrich.

Ein Baum kippte auf einen Kleinbus

Glück im Unglück hatten gestern unter anderem zwei Menschen in einem Kleinbus an der Lübecker Straße, als ein Baum auf ihr Auto kippte. Sie wollten dort etwas erledigen, trauten sich jedoch wegen des Sturmes nicht auszusteigen. Der Baum traf die beiden nicht, sie kamen mit dem Schrecken davon.

Gerufen wurde die Feuerwehr auch in die Parkallee. Dort war auf einem Grundstück eine Buche auf ein Carport mit zwei Autos gefallen. „Keine Gefahr in Verzug“, entschieden die Feuerwehrmänner und rückten unverrichteter Dinge ab. „In so einem Fall muss dann ein Gartenbauunternehmen sich der Sache annehmen. Das ist dann die Angelegenheit des Eigentümers. Da sind wir dann nicht mehr zuständig“, erklärt Ehrich.

Verkehrsfluss am Laufen halten

In der Hamburger Straße und der Manhagener Allee lagen ebenfalls Bäume quer über die Straße. „Dann ist es unsere Aufgabe, den Verkehrsfluss am Laufen zu halten“, erklärt Ahrensburgs Wehrführer. „Da sind wir natürlich gleich vor Ort.“

Die Wache am Weinberg war gestern die Stabsstelle für die Einsätze. Von dort aus wurde auch die Zusammenarbeit mit dem Bauhof koordiniert und die Einsätze gestartet. In der Leitstelle in Oldesloe saßen 13 Mann, die der Wache zum Schluss nur noch Straße und Hausnummer per Fax durchgegeben haben. Am Ort des Notrufs wurde dann entschieden, ob Gefahrenabwehr geleistet werden muss oder nicht.

„Wir hatten eine Prioritätenliste. Wir mussten gucken, wo Menschenleben in Gefahr ist“, erläutert Ehrich. Das Wichtigste wurde zuerst erledigt.

Begehrt war der Drehleiterwagen der Ahrensburger Feuerwehr. Gestern  fragten die Feuerwehren von Norderstedt und Tangstedt an. Doch Ahrensburg benötige ihn selber. Heute halfen sie mit der Drehleiter dann aber doch noch einer auswärtigen Wehr:  Der Hoisdorfer Feuerwehr gelang es nicht allein, einen großen Ast, der abzustürzen drohte, in acht Metern Höhe zu erreichen. Kein Problem für die freiwillengen Helfer aus Ahrensburg.

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren