Finanzplan 2014: „Ammersbek hat gut gehaushaltet“

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Ammersbek (ve). Noch vor wenigen Jahren hat es in Ammersbek eine große Debatte gegeben, weil aufgrund der Haushaltslage für Vereine und Verbände die Zuschüsse gekürzt werden musste. Sport, Feuerwehr und Kultur mussten kürzer treten. Damals mit der Aussicht, das weitere Kürzungen umgesetzt werden müssten. Nun wirft der Haushaltsplan  die Frage auf, ob diese Kürzungen für 2014 wieder zurückgenommen werden könnten.

Bürgermeister Horst Ansén hat jetzt auf der Sitzung des Finanzausschusses die Eckdaten des Haushaltsplanentwurfes vorgestellt: „Die Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen der letzten Jahre führten dazu, dass in diesem Jahr erstmals ein ausgeglichener doppischer Haushaltsentwurf vorgelegt werden kann.“ Aus diesem Grunde habe die Verwaltung vorgeschlagen, die im Jahr 2010 vorgenommenen Kürzungen bei den Zuschüssen an Vereine, Verbände und Feuerwehren in Höhe von 22.000 Euro wieder rückgängig zu machen.

Hintergrund für die gute Finanzlage der Gemeinde ist unter anderem die Volkszählung, der Census. Aus den Zahlen ging hervor, dass es mehr Ammersbeker gibt, als bisher berechnet, die Zuweisungen an die Gemeinde haben sich in Folge erhöht.  Dieser Umstand sowie Maßnahmen zur Konsolidierung des Haushaltes haben dazu geführt, dass in den vergangenen beiden Jahren Überschüsse in Höhe von 665.000 Euro in 2011 und 890.000 Euro in 2012 erwirtschaftet wurden.

Ansén: „Wir haben in finanziell schwierigen Zeiten die Ausgaben auf den Prüfstand gestellt, freiwillige Leistungen eingeschränkt oder gestrichen und die Einnahmesituation durch Anhebung der steuerlichen Hebesätze verbessert.“ Das sei notwendig gewesen, um wieder in die richtige Spur zu kommen, so der Bürgermeister. „Natürlich wurden notwendige Ausgaben nicht oder nur teilweise getätigt, die uns in den Folgejahren wieder einholen werden. Aber der jetzt vorgelegte Haushaltsentwurf ist eine gute Grundlage.“

Für 2014 ist im Ergebnisplan ein Jahresüberschuss von 143.900 Euro vorgesehen. Weiter gibt die Verwaltung bekannt: „Für die Einzahlungen und Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit ist im Saldo ein Plus von 600.500 Euro und für die Ein- und Auszahlungen aus Investitionstätigkeit im Saldo ein Minus von 1.043.500 Euro auszuweisen.“

Vorgenommen hat sich die Gemeinde, im Laufe des Jahres 2014 das Dachgeschosses der Kita Lottbek umzubauen. Ebenso sollen die WC-Anlagen der Evangelisch-Lutherischen Kita Sonne und Mond umgebaut werden. Der Hoisbütteler SV wird für den Kunstrasenplatz eine Zuweisung erhalten. Dann wird es wieder teurer: als größte neue Maßnahmen steht die Sanierungen der Grundschule Bünningstedt für 1,4 Millionen Euro im weiteren auf dem Plan sowie die Sanierung der beiden Feuerwehrgerätehäuser für jeweils 550.000 Euro. Nicht aus den Augen verlieren, so Ansén, dürfte die Gemeinde außerdem die Finanzierung von einer Unterkunft für Asylanten, Sanierung der P+R-Anlage sowie die Sanierung diverser Straßen.

Der Haushalt 2014 wird im weiteren im Laufe des Monats November in den Ausschüssen debattiert, bevor er im Dezember in der Gemeindevertretung beraten wird.

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