Neue Remise im Marstall: Ministerin Spoorendonk zu Denkmalschutz und Kulturdialog

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Ahrensburg (ve). Das Kulturzentrum Marstall ist neu aufgestellt und die Remise gestern feierlich eröffnet worden. Mit dabei war die schleswig-holsteinische Ministerin für Justiz, Kultur und Europa, Anke  Spoorendonk (SSW). Sie brachte große Worte des Lobes für Ahrensburg mit – und einen Ausblick auf den Denkmalschutzstatus des Rathauses.

Ministerin Anke Spoorendonk (SSW).

Denkmalschutz für das Rathaus: „Es muss einen Abwägungsprozess gebe“, so Ministerin Anke Spoorendonk (SSW).

„Denkmalschutz geht nur im Dialog“ betont Anke Spoorendonk immer wieder in ihrem Grußwort. Diesen Dialog wolle sie pflegen und dafür beizeiten erneut nach Ahrensburg kommen. Allerdings erst, nachdem weitere Gutachten vorliegen und „ich mir ein Bild gemacht habe“, so die Kulturministerin.

Gutachten zum Thema Denkmalschutz des Rathauses

Zum Hintergrund: Das Landesamt für Denkmalpflege empfiehlt, das Ahrensburger Rathaus unter Denkmalschutz zu stellen. Dazu gibt es ein Gutachten. Die Stadtverordnetenversammlung hat nun ihrerseits ein Gutachten in Auftrag gegeben, das den Sachverhalt neu prüfen soll. Und dann ist da noch die Ministerin, die alles lesen will, sich in Ahrensburg einem Dialog stellen will – und am Ende wird entschieden.

Das Denkmalschutzgesetz müsse „Klarheit für die Eigentümer“ gewährleisten, so die Ministeriun, und den „Erhalt der Bauten“. Daher begleite sie gerade die Debatte um das Ahrensburger Rathaus „mit großem Interesse“. Gleichzeitig benannte sie die Leitlinie ihrer Politik, es gelte, das kulturelle Erbe zu sichern. „Auf wissenschaftlicher Basis“ so Spoorendonk, und in einem Prozess der Abwägung. Und: die Entscheidung über den Denkmalschutz sei nicht Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung. Sie müsse „auf wissenschaftlicher Basis“ erfolgen, so Spoorendonk, und in einem Prozess der Abwägung.

Legitimierung für die Kulturpolitik

Ein zweites großes Thema in der Rede der Ministerin war ihr Projekt „Kulturdialog“. Auch auf diesem Feld spiele die Schlossstadt eine große Rolle, „denn sie haben hier schon vieles von dem umgesetzt, was ich mir vorstelle, sie sind ein Vorbild.“ Im Rahmen eines groß angelegten Dialoges mit Vertretern der Kreise und Kommunen möchte die Ministerin eine Debatte um die Grundsätze einer Kulturpolitik pflegen, am Ende dieses Dialoges solle eine für alle nachvollziehbare Politik stehen. Spoorendonk: „Es geht um eine konsensfähige Legitimierung der Politik der Landesregierung.“

Anke Spoorendonk warb dafür und lud ein, sich an diesem Dialog zu beteiligen, gerade auch mit Blick auf Ahrensburg: „Sie haben es hier geschafft- gerade in Bezug auf das Ensemble aus Schloss, Marstall und Schlosskirche – das kulturelle Erbe zu erhalten und es für moderne Veranstaltungen zu öffnen, Verwaltung und Ehrenamt arbeiten eng zusammen“. Vielleicht könne jemand diesen Prozess in ihren Kulturdialog mit einbringen, hoffte sie.

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