Welt-Diabetes-Tag: Erkrankung im Blick haben

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Ahrensburg (bz).  Ein ausgewogener Stoffwechsel ist für Diabetiker lebenswichtig. Zittern, Schweißausbrüche oder Unruhe können Warnsignale für eine Unterzuckerung sein. Diese kann – genau wie die weitaus seltenere Überzuckerung – bis zur Bewusstlosigkeit führen. „Besonders Diabetikern, die Insulin spritzen, hilft es, Tagebuch zu führen. Dort können sie regelmäßig Blutzuckerwerte und Insulindosis vermerken, um einen Überblick über den Verlauf ihrer Erkrankung zu erhalten. „, erklärt AOK-Niederlassungsleiter Jens Bojens aus Ahrensburg. Darauf weist die AOK-Nordwest anlässlich des Welt-Diabetes-Tages am Donnerstag, 14. November 2013, hin.

Diabetes

Um den Stoffwechsel in den Griff zu bekommen, sollten Diabetiker, die Insulin spritzen, ein Tagebuch führen. AOK/hfr.

Mehr Bewegung

Formulare für ein Diabetiker-Tagebuch stehen ab sofort auf  www.aok.de/diabitiker-tagebuch  zum kostenlosen Download zur Verfügung. „Ein solches Tagebuch hilft insulinpflichtigen Diabetikern mit Diabetes mellitus Typ 2, ihren Stoffwechsel in den Griff zu bekommen. Es sensibilisiert für die ganz persönlichen Warnsignale und zeigt, wie der Stoffwechsel zum Beispiel auf mehr Bewegung oder auf neue Medikamente reagiert“, so Bojens.

Nach den Zahlen des Deutschen Gesundheitssurvey aus dem Jahr 2012 haben in Deutschland 7,2 Prozent der Bevölkerung einen bekannten Diabetes. Dabei handelt es sich überwiegend um Diabetes mellitus Typ 2, früher als Alterszucker bekannt. Unzureichend behandelter Diabetes zieht häufig Krankheiten nach sich mit schlimmen Folgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Fußamputationen.

Strukturierte Behandlungsprogramme

Um die medizinische Versorgung von Diabetikern zu verbessern, bieten die gesetzlichen Krankenkassen spezielle strukturierte Behandlungsprogramme an. „In diesen sogenannten Disease-Management.-Programmen (DMP) werden die Patienten von ihrem behandelnden Arzt regelmäßig untersucht und zum Umgang mit ihrer Erkrankung geschult, um Begleit- und Folgeerkrankungen zu verhindern“, so Bojens. Die Patienten sollen aktiv an der Βehandlung mitwirken, zum Beispiel durch die gemeinsame Vereinbarung von Therapiezielen oder durch einen geänderten Lebensstil. Zurzeit profitieren bundesweit rund 3,8 Millionen Patienten von den strukturierten Behandlungsprogrammen der gesetzlichen Krankenkassen, an den Programmen für Typ-1-Diabetiker nehmen etwa 160.000 Patienten teil. In Schleswig-Holstein haben sich rund 46.300 AOK-Versicherte in das Programm für Diabetes Typ 2 und 1.800 für Typ-1-Diabetiker eingeschrieben.

www.aok.de

 

 

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