Die jungen Twisters müssen erneut Lehrgeld zahlen

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Ahrensburg (bz). Das junge und personell gebeutelte ATSV Twisters-Team muss derzeit in der zweiten Regionalliga-Nord weiter viel Lehrgeld zahlen. Nach den couragierten und leider ohne Belohnung gebliebenen Auftritten in Oldenburg und Bremen, verlor das Team von Carsten Schittkowski und Sebastian Eickhoff daheim gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer SC Alstertal-Langenhorn nach gutem ersten Viertel am Ende überdeutlich mit 48:81.

In der Baskeltball-Regionalliga-Nord gab es eine deftige Niederlage für die ATSV-Twisters.

In der Baskeltball-Regionalliga-Nord gab es eine deftige Niederlage für die ATSV-Twisters.

Durchschnittsalter nur ganze 19 Jahre

Nachdem man weiterhin auf Sabrina Lange, Lara Müller, Ulli Haas und Kaja Witkowski verzichten muss, betrug das Durchschnittsalter der Starting Five auch diesmal nur ganze 19 Jahre, wobei mit Nadine Partey auch nur eine Akteurin darunter war, die das achtzehnte Lebensjahr überschritten hatte. Mit der jugendlichen Unbekümmertheit mit der man schon in den letzten Partien sehenswerten Basketball geboten hatte, startete man auch gegen den topbesetzten Favoriten in die Begegnung und agierte in den ersten zehn Minuten auf Augenhöhe.

Zu früh den Faden verloren

Mit Beginn des zweiten Spielabschnittes verloren die Twisters dann aber leider viel zu früh den Faden. Wie weggeblasen war auf einmal das Selbstvertrauen des ersten Viertels und mit zahlreichen Fehlern lud man die Gäste förmlich zum Körbe werfen ein. Die ließen sich dann auch nicht lange bitten und zogen innerhalb von fünf Minuten, in denen die Twisters gänzlich ohne Punkte blieben, auf 17:30 davon. Von Gegenwehr oder einem Hauch von Aufbäumen war dann leider auch in den zweiten zwanzig Spielminuten nicht viel zu sehen – die ATSV-Damen ließen vielmehr die Schultern hängen und ergaben sich mehr oder weniger in ihr Schicksal, so dass die Gäste am Ende ohne große Anstrengung die Zähler mit nach Hause nehmen durften.

„Einen Sieg gegen die routinierten und komplett angetretenen SCAL-Damen zu erwarten, wäre vermessen gewesen“, so Coach Schittkowski. „Was ich meinen Spielerinnen aber ankreiden muss, ist die Tatsache, dass sie sich ihrem Schicksal zu einfach und zu früh ergeben haben – Leidenschaft und Emotion haben mir diesmal gefehlt. Das sah in Oldenburg und Bremen noch ganz anders aus.“

Bis zum Jahreswechsel verbleiben nun noch zwei Partien, um nach drei Pleiten in Folge endlich wieder ein so wichtiges Erfolgserlebnis feiern zu können. Die vermeintlich leichtere Aufgabe dürfte dabei das Heimspiel gegen die Bundesligareserve aus Rotenburg/Scheeßel am nächsten Sonnabend sein. Gegen die abgezockten Damen der BG Hamburg West scheinen die Trauben eine Woche später dann allerdings wohl noch ein Stückchen höher zu hängen.

Nach längerer Weihnachtspause und mit „gelichtetem Lazarett“ hofft man dann in der Rückrunde die Bilanz endlich aufbessern zu können. Gerade die langfristigen Ausfälle von Centerspielerin Sabrina Lange und Flügelspielerin Lara Müller haben sehr weh getan und dem Team viel Routine gekostet. Die jungen Spielerinnen befinden sich allerdings auf einem guten Weg, erhalten viel Spielzeit, machen phasenweise richtig Freude und haben sich im Laufe der Hinrunde kontinuierlich gesteigert. Sei es nun Merle Bitter (16) als Topscorerin der Liga oder Mirja Beckmann (15) und Josina Großmann (16), die zuletzt immer zweistellig einnetzen konnte, oder das unbekümmert aufspielende Küken Charlotte Behmer (14). Die Youngster harmonieren untereinander und mit den arrivierten Kräften wie Wiebke Krause, Nadine Partey und Laima Butt. Ab dem nächsten Wochenende wird dann auch Anne Brückner ihr Debüt geben und den Altersdurchschnitt mit ihren 25 Jahren ein wenig nach oben korrigieren …

Für die Twisters spielten: Merle Bitter (12), Josina Großmann (10), Nadine Partey (8), Charlotte Behmer (6), Jennifer Struve (4), Laima Butt, Anna Kunze (je 3), Wiebke Krause, Mirja Beckmann (je 1), Teresa Warncke.

Dies ist ein Beitrag des ATSV.

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