1. Herren ATSV-Fußball: Bittere 5:2 Niederlage beim SC Victoria

0

Ahrensburg (bz). Die ersten Fußball-Herren des ATSV haben auch das letzte Spiel vor der Winterpause beim SC Victoria 2 nicht erfolgreich gestalten können und musste eine bittere 5:2 Niederlage hinnehmen. Somit wurden in den letzten 5 Spielen lediglich drei Punkte eingefahren, die beiden letzten Spiel in Folge verloren. Trotz dieser Negativserie hat der ATSV weiterhin einen Elf-Punkte-Vorsprung auf einen Abstiegsplatz der Bezirksliga Staffel Nord da auch die Mannschaften auf den Abstiegsrängen (Wellingsbüttel, Germania Schnelsen II und SV Bergstedt) am vergangenen Wochenende nicht punkten konnten.

Malte Kohlsaat vergab 100-prozentige Torchancen für den ATSV.

Malte Kohlsaat vergab 100-prozentige Torchancen für den ATSV.

Wer nur das Ergebnis von 5:2 für Victoria 2 sieht, meint, dass es eine klare Sache für die Regionalliga-Reserve im Spiel gegen den ATSV gewesen sein muss. Wer aber das gesamte Spiel gesehen hat, weiß, dass dieses Spiel auch durchaus 5:5 hätte ausgehen können, gemessen an der Anzahl der klaren und teilweise 100-prozentigen  Torchancen, die der ATSV ausgelassen hat.

Nach wenigen Sekunden fiel das 1:0

Vermutlich einen neuen Rekord haben beide Mannschaften in diesem Spiel aufgestellt. Nach etwa 15 bis 20 Sekunden Spielzeit lag der Ball bereits zum 1:0 für den Gastgeber im Netz. Bemerkenswert auch die Tatsache, dass der ATSV bei diesem Spiel Anstoß hatte was diesen Rekord umso bitterer für uns macht. Offensichtlich mit den Gedanken noch in der Kabine, verlor Malte Kohlsaat den allerdings auch extrem risikoreich gespielten Pass durch die Mitte ins defensive Mittelfeld von Lenny Thunecke, danach ging es sehr schnell. Ein gelungener Doppelpass reichte um allein vor Keeper Mehlhorn aufzutauchen und den Ball ins Netz zu schieben.

Nach diesem Schock brauchte der ATSV erst mal einige Minuten um sich zu sortieren, glücklicherweise nutzte der Gastgeber die allgemeine Verunsicherung im Spiel des ATSV nicht zu weiteren, schnellen Treffern. Nach etwa zehn Minuten kam der ATSV dann besser ins Spiel und zeigte sich einige Male durchaus gefährlich in der Nähe des Tores der Gastgeber. In der 30. Minute hatte Serkan Dede dann eine hochkarätige Chance über die rechte Angriffsseite, leider zögerte er zu lange und ließ sich nach rechts abdrängen.

Doppelschlag zum 2:0 und 3:0

In der 34. und 36. Minute zeigte der ATSV jedoch seine zurzeit größte Schwäche – das Führen und Gewinnen beziehungsweise Verlieren von Zweikämpfen. Anders ist es nicht zu erklären, warum der Gegner nahezu unbehelligt durch Mittelfeld und Abwehr des ATSV durchlaufen und als Doppelschlag zum 2:0 und 3:0 treffen konnte.

Serkan Dede

Auch Serkan Dede erging es nicht besser: Er nutzte seine Chancen ebenfalls nicht.

Bis dato hatte der ATSV sehr gut mitgespielt und war zumindest spielerisch gleichwertig. Das reicht jedoch nicht aus, man muss auch Zweikämpe gewinnen und seine Chancen nutzen. Wie das funktioniert hat der Gegner eindrucksvoll vorgemacht. Trotzdem ließ sich der ATSV nicht entmutigen und spielte weiter nach vorn. Erneut war es Serkan Dede, der in der 41. Minute ähnlich wie bei seiner Chance zuvor sich vor dem Abschluss aus sehr aussichtsreicher Position abdrängen ließ anstatt abzuziehen. Schade. Ein 3:1 vor der Halbzeit hätte sicherlich nochmal Kräfte freigemacht. Stattdessen erhielt der Gastgeber in der 45. Minute einen Freistoß in etwa 30 Meter Entfernung vom heute völlig von der Rolle zu sein scheinenden Schiedsrichter Kock, der den ATSV mit gleich mehreren Fehlentscheidungen klar benachteiligte und das Spiel so zusätzlich zu Gunsten der Gastgeber beeinflusste. Pech für ihn dass ein Schiedsrichterbeobachter anwesend war, dem die schwache Leistung nicht unverborgen blieb…

Freistoß unglücklich abgefälscht

Zu allem Unglück fälschte ein ATSV-Spieler den Freistoß so unglücklich ab, dass Keeper Mehlhorn keine Chance hatte – 4:0. Das war dann auch der Halbzeitstand.

Mit Wut im Bauch und dem Mut der Verzweiflung gab der ATSV direkt nach der Pause Gas und spielte offensiv nach Vorn. In der 54. Minute hatte Andy Bechthold Pech, als der von ihm mit der Fußspitze abgefälschte Ball gegen den rechten Pfosten klatschte. Und wie bitter und auch ungerecht Fussball sein kann, zeigte die nächste Szene des Spiels. Mit der ersten guten Offensivaktion in der 2. Halbzeit machte der Gastgeber das 5:0. Lenny Thunecke – wahrlich nicht langsam – verlor ein Laufduell auf der linken Abwehrseite und musste zusehen wie der Ball unten rechts neben dem Pfosten einschlug.

Erneut nur eine Minute später hat dann aber wieder Malte Kohlsaat eine 100-prozentigige Torchance auf dem Fuss als er mutterseelenallein vorm Vicky-Keeper auftauchte. Leider parierte der Keeper seinen Flachschuß bravourös.

Gleiches Schicksal ereilte nur zwei Minuten später Andy Bechthold der ebenfalls alleinstehend aus ca. 10m am gegnerischen Keeper scheiterte. Besser machte es dann erneut wieder nur 2 Minuten später Joschka Grunwald, der die Freistoßflanke mit dem Kopf ins lange Eck zum nun überfälligen 1:5 verlängerte. In der 74. Minute war es dann erneut Joschka Grunwald, der freistehend – oder besser freifliegend den Ball aus ca. 3m knapp rechts am Pfosten vorbeiköpfte. Last but not least vergab dann Serkan Dede in der 80. Minute seine dritte gute Gelegenheit aus etwa zehn Metern – war einfach nicht sein Tag.

Bis auf einen Pfostenknaller in der 70. Minute war vom Gastgeber in der 2. Hälfte auch nicht mehr viel zu sehen. In der 87. Minute erzielte Marius Timm auf Paß von Gerry Huppenthal dann den 5:2 Endstand, der eine zumindest aus kämpferischer Sicht gute zweite Halbzeit versöhnlich abschloss.

Der ATSV blieb in diesem Spiel über 90 Minuten deutlich unter seinen Möglichkeiten und offenbart wie in den Vorwochen die schon erwähnten Schwächen im Zweikampf und im gesamten Defensivverhalten. Daran gilt es nach der Winterpause ab Mitte Januar intensiv zu arbeiten um endlich wieder in die Spur zu kommen und an die Erfolge der ersten Hälfte der Hinrunde anknüpfen zu können.

Aufstellung: Mehlhorn, Kratz, Thunecke, T. Seehaase (ab 46. Huppenthal), Bruchanski, Wittstock (ab 65. Ma), Bechthold, Kohlsaat (ab 75. Sellin), Timm, Grunwald, Dede

Dies ist ein Beitrag des ATSV.

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren