Richtfest im Heinrich Sengelmann Krankenhaus – Mehr Komfort für psychisch Kranke

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Bargfeld-Stegen (bz). Mehr als 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Heinrich Sengelmann Krankenhauses, die Architekten und Handwerker waren der Einladung der Geschäftsführung gefolgt und feierten trotz stürmischen Winterwetters gemeinsam Richtfest im Heinrich Sengelmann Krankenhaus (HSK). „Wir haben das erste Etappenziel erreicht“, freut sich Andrea Nielsen, die kaufmännische Leitung aus der Geschäftsführung des HSK. Sie ist für den Bau verantwortlich.

Richtkrone und Richtspruch:    Am Heinrich Sengelmann Krankenhaus in Bargeld Stegen wurde gefeiert.

Richtkrone und Richtspruch: Am Heinrich Sengelmann Krankenhaus in Bargeld Stegen wurde gefeiert.

Sie dankte den ausführenden Baufirmen Detlef Alpen GmbH & Co, IPP ESN Power Engineering GmbH beziehungsweise Hans Voss GmbH & Co.KG für die gute Zusammenarbeit und den termingerechten Bauverlauf. Bereits nach knapp vier Monaten konnte die Richtkrone angebracht werden.

„Den künftigen Bewohnern Glück und Segen“

Nach dem traditionellen Richtspruch des Zimmermanns Lars Lemsky wurde die geschmückte Richtkrone schließlich am Kranarm befestigt, hochgezogen und über den Rohbau geschwenkt. Nielsen wünschte  „den künftigen Bewohnern Glück und Segen“ und lud alle Anwesenden zu einem kleinen Imbiss ein. Bei Erbsensuppe und guten Gesprächen wurde das Richtfest bis zum späten Nachmittag im Julius-Jensen-Saal fortgesetzt. Dorthin hatten die Organisatoren die Feier vorsorglich wegen des schlechten Wetters verlegt.

Der Neubau von zwei Stationen für die Behandlung von psychisch erkrankten Patienten umfasst zwei Stockwerke und wird sich von der Außengestaltung mit seinem roten Klinker harmonisch zwischen die bestehenden Gebäude und der schönen Landschaft anpassen.

Andrea Nielsen aus der Geschäftsführung betonte, dass „durch den Neubau keine zusätzlichen Bettenkapazitäten geschaffen werden, da es sich um einen Ersatz für vorher bestandene Strukturen handelt.“ Und Thomas Liehr aus der Geschäftsführung ergänzte: “Das alte Gebäude ‚Haus Husum‘ ist wegen unwirtschaftlicher Bausubstanz Ende 2012 abgerissen worden, um perspektivisch bedarfsorientierte und wettbewerbsfähige Gebäudestrukturen zu schaffen.“ Gab es früher nur große Säle, in denen viele Patienten untergebracht waren, und auf dem Flur gemeinschaftlich genutzte sanitäre Anlagen, wird der Neubau wesentlich mehr Komfort bieten.

Richtfest HKS Bargfeld-Stegen

Trotz des Sturmtiefs fanden sich zum Richtfest rund 60 Mitarbeiter, Architekten und Handwerker ein.

Im Hotelcharakter möbliert

„Die Ein- bis Zwei-Bett-Zimmer haben alle einen eigenen Sanitärbereich und werden im Hotelcharakter möbliert, um den Aufenthalt der Patienten im HSK so angenehm wie möglich zu gestalten“, erläuterte der ärztliche Direktor Prof. Matthias R. Lemke. Dazu soll auch das auf jeder Etage geplante Entspannungsbad und die großzügigen Therapie- und Aufenthalts- beziehungsweise Speiseräume beitragen. Letztere werden im 1. Obergeschoß eine Dachterrasse und im Erdgeschoß eine Terrasse haben.

In dem Neubau können zukünftig auf insgesamt 2.800 Quadratmetern bis zu 50 Patienten auf der Station für die allgemeine Psychiatrie und der Station für den Entzug von legalen Drogen wie Alkohol und Tabletten aufgenommen und behandelt werden. Beide Stationen sind zurzeit noch in anderen Gebäuden des HSK untergebracht.

Baubeginn war Mitte August 2013, die Fertigstellung ist für Sommer 2014 geplant. Die Kosten betragen etwa 4,1 Millionen Euro, wobei die Maßnahme komplett von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Hamburg gefördert wird.

Das Heinrich Sengelmann Krankenhaus gehört zum Unternehmensverbund der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Es ist ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik mit einem Versorgungsauftrag für den Kreis Stormarn und die Freie und Hansestadt Hamburg. Auf neun Stationen behandeln Ärzte, Psychologen, Pflegekräfte, Sozialpädagogen und Fachtherapeuten die Patienten.
Das Heinrich Sengelmann Krankenhaus bildet Studierende in Humanmedizin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel aus.

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