Regelinsolvenz bei EAE eingeleitet – Arbeitsplätze gehen verloren

0

Ahrensburg (bz). Beim Ahrensburger Steuerungs- und Automatisierungsspezialisten EAE ist das so genannte Schutzschirmverfahren, das Anfang September eingeleitet worden war, gescheitert. Wir haben darüber berichtet. Es war auf den Weg gebracht worden, um Investoren zu finden. Nun ist das Unternehmen, zu dem die drei Firmen EAE Ewert Holding GmbH, EAE Ewert Ahrensburg Electronic GmbH (beide Ahrensburg) und EAE Ewert Automation Electronic GmbH in Coswig bei Dresden gehören, seit dem 1. Dezember in Regelinsolvenz. Wahrscheinlich verlieren rund 60 weitere Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze.

Aus der Geschäftsführung verlautete nach Informationen von des brancheninternen online-Portals print.de, dass das Unternehmen nicht veräußert werden konnte. Die Zeit sei zu kurz gewesen. Der Umsatz der EAE-Gruppe, der im vergangenen Geschäftsjahr noch bei 40 Millionen Euro lag, wird voraussichtlich nur noch halb so hoch sein. Durch die  Regelinsolvenz erhofft das Unternehmen auf Sanierung. Mit den verbleibenden 85 Mitarbeitern könne das verringerte Geschäftsvolumen weitergeführt werden. Über das Fortführungskonzept des Insolvenzverwalters wird am 19. Dezember 2013 die Gläubigerversammlung befinden.

EAE ist ein Anbieter von Steuerungen, Automatisierungslösungen und Software für Zeitungsdruckhäuser. Die Lösungen werden in allen Bereichen einer Druckerei eingesetzt – von der Vorstufe bis zum Versand. Weltweit arbeiten nach Firmen internen mehr als 550 Druckereien mit den EAE Steuerungen. Die Firma leidet unter der Krise im Druckereigewerbe. 

EAE arbeitet als Partner mit verschiedenen Herstellern von Druckmaschinen zusammen. Parallel dazu wird aber auch das Direktgeschäft mit den Druckereien intensiviert, zum Beispiel bei der Modernisierung und Erweiterung bestehender Druckmaschinen durch Retrofit von elektronischen oder mechanischen Komponenten. Seit 1962 ist EAE in Ahrensburg bei Hamburg tätig.

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren