„Abstimmung mit den Füßen“

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Leserbrief von Monika Robinson zum Bericht „St. Johannes: Großer Andrang zu der Andacht im Freien

Abstimmung mit den Füßen

An diesem Heiligen Abend haben sich um 15 Uhr circa 500 Menschen zur Andacht vor der geschlossenen St. Johanneskirche versammelt. Kann das Bedürfnis der Gemeindeglieder in Ahrensburg-West, ihre Kirche zu brauchen, noch deutlicher gezeigt werden? In die verbliebenen Predigtstätten finden jeden Sonntag nur wenige Menschen den Weg, manchmal kaum 20. Zur Andacht vor der St. Johanneskirche versammeln sich sonntags um 9.30 Uhr regelmäßig 50 bis 100 Menschen.
Die Kantorei St. Johannes sang im 23 Uhr-Gottesdienst am Heiligen Abend für 28 Gottesdienstbesucher! Die St. Johanneskirche war in den vergangenen Jahren an allen vier Gottesdiensten stark besucht, selbst zum 23 Uhr-Gottesdienst machten sich stets 200 bis 300 Menschen auf. Auch auf das einst von der Organistin Annerose Witt initiierte und in jedem Jahr sehr gut besuchte Silvesterkonzert müssen die Gemeindeglieder nun verzichten.
Die Frage, warum der KGR unbedingt die größte Kirche Ahrensburgs mit der lebendigsten Gemeinde opfern will, darf angesichts dieser Tatsachen wohl gestellt werden. Wenn die Gemeindeglieder – wie Frau Thie meint – keine Kanzel brauchen, stellt sich doch die Frage: Wofür braucht die Kirchengemeinde dann noch unsere Kirchensteuern?

Monika Robinson, Ahrensburg
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