Tipps zur Verhütung von Silvesterunfällen

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Ahrensburg (bz). Silvester herrscht jedes Jahr aufs Neue Hochbetrieb in den Notaufnahmen. Schwere Verbrennungen, Augenverletzungen, Alkoholvergiftungen und Unterkühlungen sind an der Tagesordnung. Sogar abgerissene Finger kommen vor. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) gibt deshalb Tipps zur Verhütung von Silvester-Unfällen – und zu den wichtigsten Erste Hilfe-Maßnahmen. 

Wer Silvester leichtsinnig ist, für den kann der Abend auch schon einmal in der Notaufnahme eines Krankenhauses enden. Foto:Berggeist007/www.pixelio.de

Wer Silvester leichtsinnig ist, für den kann der Abend auch schon einmal in der Notaufnahme eines Krankenhauses enden. Foto:Berggeist007/www.pixelio.de

Keine Böller für Kinder
Kinder sind besonders gefährdet – auf sie wirken herumliegende Knallkörper geradezu magisch. Gleichzeitig können sie die Gefahren nicht einschätzen. DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin sagt: „Böller gehören nicht in Kinderhände. Eltern sollten Kinder gut über die Gefahren von Feuerwerkskörpern aufklären – und sie niemals unbeaufsichtigt damit hantieren lassen.“

Alkoholvergiftungen verhindern  – Jugendliche aufklären
Sefrin: „Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen haben in den letzten Jahren nachweislich zugenommen. Das hat schlimme Folgen, denn Jugendliche können im Vollrausch sehr schnell Opfer sexueller Übergriffe werden oder in Gewalttätigkeiten verwickelt werden. Außerdem verletzen sie sich viel häufiger, weil sie betrunken die Gefahr von Knallkörpern nicht mehr richtig einschätzen können. Und nicht zuletzt können sie schnell lebensbedrohlich unterkühlen, wenn sie die Kontrolle verlieren und auf der Straße liegen.“

Drohungen und Verbote nutzen bei Jugendlichen ja in der Regel wenig, aber Eltern sollten ihre heranwachsenden Kinder zumindest über die Risiken eines Vollrausches mit Nachdruck aufklären. Sefrin: „Ganz auf Alkohol verzichten muss niemand, aber Maß zu halten ist wichtig. Wer anfängt zu lallen oder unsicher zu gehen, sollte unbedingt eine Alkoholpause einlegen. Eine gute Faustregel ist: Zu jedem Glas Alkohol ein großes Glas Wasser. Und zuvor eine gute Grundlage mit einer ausgewogenen Mahlzeit schaffen.“

Schwere Verbrennung nicht kühlen

Leichte Verbrennungen, die die Größe der Handfläche des Betroffenen nicht überschreiten, sollten kurze Zeit mit Leitungswasser gekühlt werden. DRK-Bundesarzt Sefrin: „Große Verbrennungen sollen nicht gekühlt werden. Sie sind ein Fall für den Notarzt.“

Hände weg von Augenverletzungen
Typische Augenverletzungen an Silvester sind Verletzungen durch eingedrungene Fremdkörper und Verbrennungen. Sefrin: In beiden Fällen sollte umgehend der Notruf 112 gewählt werden.

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