Nicht erschienen: Wird der Prozess gegen Vereinsvorsitzende neu aufgelegt?

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Stormarn/Lübeck (ve). Eigentlich sollte gestern die Berufungsverhandlung im Prozess gegen die Präsidentin des Bundesverbandes der Unfallopfer in Deutschland vor dem Landgericht Lübeck fortgeführt werden. Doch die Angeklagte und bereits einmal Verurteilte erschien nicht zu dem Termin. Das kann bedeuten, dass die Berufungsverhandlung neu begonnen werden muss.

Die Angeklagte hatte von ihrem Privathaus in Lütensee den Verein geleitet. Vorwürfe der Veruntreuung von Vereinsgeldern führten zu einer Anklage. Die Angeklagte soll von Januar 2007 bis Dezember 2008 als Präsidentin des Unfallopferhilfevereins unberechtigt zu privaten Zwecken vom Vereinskonto Barbeträge abgehoben und Überweisungen getätigt haben.
Das Amtsgericht Ahrensburg hatte sie im April 2013 unter Einbeziehung eines Urteils des Amtsgerichts Bonn verurteilt. Für gewerbsmäßige Untreue in 44 Fällen sowie wegen weiterer vier Fälle der gewerbsmäßigen Untreue wurde eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten sowie von acht Monaten festgesetzt. Gegen dieses Urteil legte die 58-Jährige jetzt Berufung ein. Im Rahmen der Verurteilung wurde festgestellt, dass dem Verein gegenüber keine Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Verteilung vereinseigener Gelder bestanden habe. Vor Gericht ist sie gestern nicht erschienen, da sie erkrankt sei, hieß es.

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