SPD Stormarn fordert mehr Mitbestimmung für Jugendliche

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Stormarn (ve). Die SPD-Fraktion des Kreises Stormarn fordert mehr Mitbeteiligung von Jugendlichen bei politischen Entscheidungen. Dies sei gerade vor dem Hintergrund der Wahlberechtigung ab einem Alter von 16 Jahren erforderlich.

Der Ahrensburger Kinder- und Jugendbeirat feierte im vergangenen Jahr sein 15-jähriges Bestehen und gilt als eine sehr erfolgreiche Einrichtung.  Foto:KiJuB

Der Ahrensburger Kinder- und Jugendbeirat feierte im vergangenen Jahr sein 15-jähriges Bestehen und gilt als eine sehr erfolgreiche Einrichtung. Foto:KiJuB

„Es gibt Handlungsbedarf in Stormarner Kommunen, was die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei Planungen und Vorhaben angeht“, ist die Schlussfolgerung der SPD-Kreistagsfraktion Stormarn aus einem Gespräch mit Carsten Stock, dem Kreiskinderbeauftragten. Carsten Stock stellte der Fraktion das Ergebnis seiner Umfrage vor, die er im vergangenen Jahr bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt hat und die demnächst im Jugendhilfeausschuss diskutiert werden soll.

Verschiedene Wege der Beteiligung

Ein Ergebnis der Umfrage mache dringenden Handlungsbedarf deutlich, so Benjamin Freitag, der jugendpolitische Sprecher der SPD Stormarn. Ein Großteil der Kinder und Jugendlichen sei nicht über eine Interessenvertretung in der Gemeinde durch einen Kinder- und Jugendbeirat oder durch einen Jugendtreff mit entsprechenden Angeboten informiert. Entweder gäbe es keine entsprechenden Ansprechpartner oder es fehlt an der richtigen Ansprache.

Die in der Gemeindeordnung vorgeschriebene Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei Planungen und Vorhaben der Kommunen gäbe es zudem vielerorts leider nicht. Freitag: „Da sind die Kommunalpolitiker gefragt, Ideen zu entwickeln für eine „angemessener“ Beteiligung und Mitwirkung. Die Mitwirkung von Jugendlichen an kommunalpolitischen Entscheidungen ist um so wichtiger, weil die ab 16-Jährigen bei Landtags- und Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein wahlberechtigt sind.“

Erfolgreicher Kinder- und Jugendbeirat in Ahrensburg

Politische Meinungsbildung und Kenntnis darüber, was vor Ort oder in der Region passierte, wofür die einzelnen Parteien stehen und welche Möglichkeiten der Mitbestimmung es gäbe, müsse dringend vermittelt werden. Es sei geplant, in der nächsten Sitzung der für Jugendpolitik zuständigen SPD-Arbeitsgruppe geeignete Ideen und Vorschläge für die unterschiedlichen Beteiligungsmodelle für Jugendliche zu erarbeiten und der Fraktion vorzustellen.

Ahrensburg ist dabei übrigens eine der wenigen Kommunen, die sich dieser Aufgabe intensiv gestellt hat. Der Stadtjugendring und der Kinderjugendbeirat nehmen diese politischen Aufgaben in den Gremien wahr, ihre Vertreter sind bei Sitzungen dabei und vermitteln die Position der Jugendlichen. Dieses Engagement der Jugendlichen hat Ahrensburg über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht und wird von vielen als Beispiel gebend gewertet.

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