Dramatischer Kellerbrand: Großalarm in Bad Oldesloe

0

Bad Oldesloe (ve). Ein schwerer Kellerbrand in einem dreigeschossigen Wohnhaus am Berliner Ring 37 in Bad Oldesloe löste gestern Abend einen Großalarm für Feuerwehr und Rettungsdienst aus. In dramatischen Stunden waren fast 60 Einsatzkräfte vor Ort. Rechtzeitig gerettet werden konnten die Bewohner, so dass es nur Leichtverletzte gab. Im Keller und am Gebäude entstand allerdings erheblicher Sachschaden.

Feuerwehr-Einsatzleiter Kai-Uwe Gaterman inspiziert die ausgebrannten Kellerräume.  Foto:KFVStormarn/O.Heydasch

Feuerwehr-Einsatzleiter Kai-Uwe Gaterman inspiziert die ausgebrannten Kellerräume.
Foto:KFVStormarn/O.Heydasch

Gegen 20.10 Uhr hatten mehrere Anrufer zeitgleich Polizei und Feuerwehr alarmiert und von einem brennenden Wohnhaus berichtet. Die Anrufer sprachen von starker Rauchentwicklung im Bereich des Gebäudes und Flammen hinter Fenstern. Die Integrierte Regional Leitstelle Süd (IRLS) löste Großalarm für Feuerwehr und Rettungsdienst aus.

Großeinsatz „Massenanfall an Verletzten“

Wegen der dramatischen Schilderung der Anrufer wurden die Kräfte vorsorglich mit dem Einsatzstichwort „MANV II (11-20)“ (Massenanfall an Verletzten, 11 bis 20 Erkrankte oder Verletzte) alarmiert. Als die Feuerwehr Bad Oldesloe wenige Minuten später am Brandort eintraf, war die Straßenfront des Wohnhauses völlig verqualmt; aus einem bodentiefen Kellerfenster schlugen meterhohe Flammen gegen die Fassade. Unverzüglich begannen die Kameraden mit der Personenrettung.

Unter Atemschutz gelangten die Kräfte zunächst in das Treppenhaus auf der rückwärtigen Seite des Gebäudes. Auch dort sehr starke Rauchentwicklung. „In Höhe des ersten Stockwerks kam uns eine Gruppe von zehn Bewohnern entgegen, darunter zwei Kinder“, sagte Einsatzleiter Kai-Uwe Gatermann. Alle Personen wurden aus dem Gefahrenbereich geführt und dem Rettungsdienst übergeben. Ein Kind musste mit einer leichten Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Alle anderen Bewohner wurden in einem Nebengebäude von Rettungssanitätern und Notärzten betreut. Als Erkundungen wenig später ergaben, dass alle Personen ihre Wohnungen verlassen hatten, entspannte sich die Lage am Einsatzort.

Flammen aus einem bodentiefen Kellerfenster drohten auf die Wärmedämmung der Gebäude-Fassade überzugreifen.  Foto:KFVStormarn/O.Heydasch

Flammen aus einem bodentiefen Kellerfenster drohten auf die Wärmedämmung der Gebäude-Fassade überzugreifen.
Foto:KFVStormarn/O.Heydasch

Zwei Verschläge brannten lichterloh

Unterdessen konzentrierte sich Feuerwehr auf die Brandbekämpfung. Es ergaben sich zwei Schwerpunkte: Im Keller standen zwei jeweils etwa acht Quadratmeter große Verschläge in Vollbrand. Es brannten größere Mengen abgestellter Unrat; darunter auch Autoreifen.

An der Straßenfront bedrohten Flammen die Fassadendämmung des Gebäudes. In beiden Abschnitten musste wegen der starken Rauchentwicklung unter Atemschutz gearbeitet werden. „Unter Vornahme von zwei C-Rohren hatten wir die Situation jedoch rasch im Griff und die Flammen schnell gelöscht“, sagte Gatermann. Gegen 21.15 Uhr war das Feuer aus. Nach gründlicher Belüftung des Gebäudes konnten alle Bewohner gegen 22 Uhr in ihre Wohnungen zurückkehren.

Keine Schwerverletzten, aber „erheblicher Sachschaden“

Der Sachschaden dürfte erheblich sein. Beide Verschläge brannten vollständig aus. Weitere Räumlichkeiten im Keller wurden durch Hitze, Rauch und Löschwasser stark in Mitleidenschaft gezogen. An der Fassade des Gebäudes konnten die Schäden durch den massiven Löscheinsatz jedoch gering gehalten werden.

Zur Brandursache können keine Angaben gemacht werden. Die Kripo Lübeck nahm noch während der Lösch- und Aufräumungsarbeiten ihre Ermittlungen auf.

Blick in einen der ausgebrannten Keller-Verschläge.  Foto:KFVStormarn/O.Heydasch

Blick in einen der ausgebrannten Keller-Verschläge.
Foto:KFVStormarn/O.Heydasch

In den Einsatz eingebunden waren neben der Feuerwehr auch Rettungsdienst, Notärzte, die Schnelleinsatzgruppe des Kreises Stormarn (SEG) für den Sanitätsdienst sowie der Leitende Notarzt Aus Lübeck und dem Kreis Segeberg wurden vorsorglich zusätzliche Rettungswagen angefordert. Von der Freiwilligen Feuerwehr Bad Oldesloe waren 30 Kameradinnen und Kameraden und sieben Fahrzeuge im Einsatz, vom Rettungsdienst und Notarzt 22 Kräfte; neun Rettungswagen sowei drei Nortarzteinsatzfahrzeuge. Der Einsatz der Schnelleinsatzgruppe wurde abgebrochen. (Quelle:Kreisfeuerwehrverband)

 

Wegen unklarer Gefahrenlage waren Feuerwehr und Rettungsdienst mit einem Großaufgebot an Kräften am Berliner Ring angerückt. Foto:KFVStormarn/O.Heydasch

Wegen unklarer Gefahrenlage waren Feuerwehr und Rettungsdienst mit einem Großaufgebot an Kräften am Berliner Ring angerückt. Foto:KFVStormarn/O.Heydasch

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren