„Meinung der Bevölkerung wird beim Denkmalschutz hinten angestellt“

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Leserbrief Eckehard Knoll zu Denkmalschutz Rathaus: 100 Bürger haben heute „nein“ gesagt

„Bei der Beurteilung der Denkmalschutzwürdigkeit eines Gebäudes  spielen finanzielle Aspekte prinzipiell keine Rolle“ bekundeten die gutachterlich beauftragten Architekturhistoriker aus Braunschweig. „Beim Denkmalschutz geht es nicht nur um Ästhetik“ meint die für Kultur und Justiz zuständige Ministerin Anke Spoorendonk. Und sie ergänzt, dass es bei der Unterschutzstellung des Ahrensburger Rathauses keine Sonderregelung geben wird: „In Schleswig-Holstein gelten auch beim Denkmalschutz Recht und Gesetz.“  „Basta!“ ist man versucht, hinzufügen. Schluss mit der öffentlichen Diskussion! Die Meinungen und Bedenken in der Bevölkerung werden bei dieser vornehmlich akademischen Beurteilung und obrigkeitsstaatlichen Vorgehensweise weitgehend hintangestellt. Ob dieses politisch klug ist, steht in Frage. Die am 25. Januar auf dem Ahrensburger Rondeel von der CDU spontan durchgeführte Meinungsumfrage zeigte, dass über 80% der befragten Bürgerinnen und Bürger gegen den Denkmalschutz des Ahrensburger Rathauses votieren. Zufällig etwa ebenso viel wie seinerzeit beim Bürgerentscheid über die kulturhistorisch gewünschten Kastenlinden. Das sollte doch zu denken geben, wenn man administrativ und politisch um Bürgernähe bemüht sein will.

Eckehard Knoll
Ahrensburg

 

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