Amtshilfe für BüVos: Roland Wilde lud die Bürgervorsteher zu einem Austausch

0

Ahrensburg (ve). Wen fragt ein Bürgervorsteher eigentlich, wenn er mal eine Frage hat? Klar – einen anderen Bürgervorsteher. Und damit das geht, hat der Ahrensburger Bürgervorsteher Roland Wilde alle Amtierenden in der Region Stormarn eingeladen zum Treffen und Austausch. Gestern Abend im Peter-Rantzau-Haus haben sie beisammen gesessen.

Saßen gestern im Peter-Rantzau-Haus beisammen: Bela Randschau, Olaf Beber, Christian Schubbert-von Hobe, Baldur Schneider, Friedrich-Wilhelm Tehge, Marion Schiefer, Roland Wilde, Rainer Fehrmann und Klaus-Jürgen Krüger, nicht im Bild Ingeborg Reckling (von links).

Saßen gestern im Peter-Rantzau-Haus beisammen: Bela Randschau, Olaf Beber, Christian Schubbert-von Hobe, Baldur Schneider, Friedrich-Wilhelm Tehge, Marion Schiefer, Roland Wilde, Rainer Fehrmann und Klaus-Jürgen Krüger, nicht im Bild Ingeborg Reckling (von links).

„Früher gab es so etwas schon mal“, erinnert sich Ammersbeks Bürgervorsteherin Ingeborg Reckling. „Aber damals war es mehr eine Klönrunde.“ Sie muss es wissen, denn sie ist die dienstälteste Bürgervorsteherin im Kreis, seit 1990 ist sie – mit einer Unterbrechung in den Jahren 2003 bis 2008 – erste Bürgerin der Gemeinde Ammersbek.

Sie können voneinander lernen

Gestern habe das Inhaltliche im Vordergrund gestanden, eben die Fragen der Bürgervorsteher. „‚Wie geht das papierlose Arbeiten?‘, ‚Wie funktioniert der Umgang in den Gremien?‘ „, zählt Wilde Fragen auf. „Es geht um die Sorgen und Nöte, die wir uns gegenseitig mitteilen können, es geht darum, voneinander zu lernen.“

Und damit daraus ein Lernprozess werden kann, soll diese Art des Treffens fortan zweimal im Jahr stattfinden, einem im Frühjahr und einmal im Herbst. Einen Termin für den Herbst 2014 gibt es schon: im September wird Bürgervorsteher Rolf Budde nach Glinde einladen.

Zehn Amtierende waren dabei

Rainer Fehrmann aus Bad Oldesloe, Friedrich-Wilhelm Tehge und sein Stellvertreter Klaus-Jürgen Krüger aus Barsbüttel, Baldur Schneider aus Reinbek und Marion Schiefer aus Trittau saßen gestern mit am Tisch und natürlich die Ahrensburger Stellvertreter Bela Randschau und Christian Schubbert-von Hobe. Und auch ein Amtsleiter kam gerne: Olaf Beber vom Amt Siek. Andere mussten wegen Terminüberschneidungen absagen.

„Es ist gut, sich auf diesem Weg besprechen zu können“, lobt Marion Schiefer die Initiative ihres Ahrensburger Amtskollegen. Sie ist seit der jüngsten Kommunalwahl Bürgervorsteherin in Trittau. „Wir haben Dinge ansprechen und entdecken können, bei denen wir uns gegenseitig helfen können.“

Was macht ein Bürgervorsteher?

Bürgervorsteher sind die gewählten Repräsentanten ihrer Kommune. Sie laden zu den Sitzungen ein, bestimmen deren  Tagesordnung und leiten meist die Sitzung der Gemeindevertretung und des Hauptausschusses. Sie repräsentieren die Kommune bei offiziellen Anlässen. Sie laden auch zu Einwohnerversammlungen und leiten diese. Und sie sind der erste Ansprechpartner für die Menschen ihrer Kommune bei Sorgen und Nöten.

Gewählt werden sie jeweils für eine Legislatur-Periode, Vorschlagsrecht für den Ersten Bürgervorsteher hat die stärkste Fraktion, Vorschlagsrecht für die Stellvertretung hat die zweitstärkste Fraktion. Und übrigens sind nicht alle Bürgervorsteher, ihre Bezeichnung regelt die Gemeindeordnung. So gibt es auch Bürgerworthalter oder Stadtpräsidenten.

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren