Achtbares Ergebnis: Twisters machen Spitzenreiter das Siegen schwer

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Ahrensburg (bz/pm). Der Ausgang war am Ende zwar wie vielfach erwartet, doch bei ihrer 51:68-Niederlage im letzten Saisonspiel in der 2.Regionalliga gegen Ligaprimus BG Hamburg West, machten die Twisters dem Favoriten das Siegen noch einmal richtig schwer und verabschieden sich damit vor heimischer Kulisse mit einem sehr positiven Eindruck in die Sommerpause. Waren die Ergebnisse gegen die Hamburgerinnen in den letzten Jahren nahezu immer in der Kategorie „Sparringspartner“ einzuordnen gewesen, nutzte das Team von Carsten Schittkowski und Sebastian Eickhoff diesmal den personellen Notstand der Gäste aus und lieferte über weite Strecken ein Duell auf Augenhöhe ab.

Verloren und verletzt: Die Twisters blicken auf einen Spieltag zurück, der wenig erfreulich bescherte. Foto:ATSV

Die Twisters. Foto:ATSV

Zwar hatte man zu Beginn mit der gut gestaffelten Verteidigung der BG-Damen zunächst einige Probleme und musste sich kräftig Mühen, um den Ball schnell und kontrolliert zum Korb zu bringen, doch ab Mitte des ersten Viertels war man dann besser im Spiel und konnte immer Anschluss an die routinierten Hamburgerinnen halten. Zur Halbzeit, beim Stand von 30:38, ließ die Partie noch alle Möglichkeiten offen – die größere Routine beziehungsweise die geringere Fehler- und Fehlwurfquote sollte am Ende dann aber doch den Unterschied machen und den Gästen zum Erfolg verhelfen. Mit der gezeigten Leistung durften Team und Coaches zum Abschluss einer vielfach nicht gerade positiv verlaufenen Saison dann noch einmal mehr als zufrieden sein und zusammen mit den Fans nach Spielschluss bei vom Team spendierten Speisen und Getränken gemeinsam den Saisonabschied begehen. Mit lediglich vier Saisonerfolgen, dem vorletzten Tabellenplatz und der damit schlechtesten Plazierung seit vielen Jahren fällt die Saisonbilanz insgesamt betrachtet natürlich ernüchternd aus. Allerdings erwies sich das Verletzungspech mit den langfristigen Ausfällen von Sabrina Lange und Lara Müller auch nicht gerade als positiv begleitender Faktor.

 Stabilität und Selbstvertrauen

Der jungen Truppe fehlte es zudem in vielen Partien erwartungsgemäß an der nötigen Erfahrung und Cleverness. Mit den beiden bundesligaerprobten Ochs-Schwestern Samantha und Sabrina kam zur Rückrunde jedoch noch einmal neuer Schwung ins Team. Auch sie konnten verständlicherweise keine Wunderdinge vollbringen, sie fügten sich aber schnell und gut bei den Twisters ein und sorgten für die nötige Stabilität und Selbstvertrauen bei ihren Mitspielerinnen. Das Augenmerk richtet sich nun bereits wieder auf die neue Spielzeit, das Grundgerüst des Kaders bleibt dem Coaches-Duo aller Voraussicht nach auch weiterhin erhalten. Definitiv und seit längerem fest steht lediglich der Abgang von Merle Bitter, die im Sommer ans College in die USA wechseln und damit auf alle Fälle eine große Lücke im Team hinterlassen wird. Zählte sie doch mit 199 erzielten Punkten (Schnitt 14,2) nicht nur bei den Twisters, sondern auch ligaweit zum Spitzenpersonal (Platz 5) der 2.Regionalliga – und ihre Qualitäten als Spielmacherin sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. Viel Glück im Mutterland des Basketballs und danke für viele tolle Spiele und Erfolge bei den Junior Twisters, dem WNBL-Team und den Twisters.

Für die Twisters spielten: Sabrina Ochs (13), Merle Bitter (11), Anna Kunze (8), Samantha Ochs (7), Josina Großmann (6), Teresa Watncke (4), Merle Schrader (2), Wiebke Krause, Mirja Beckmann, Laima Butt, Nadine Partey, Lara Müller

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