Heute Premiere: Vom stacheligen Kaktus und seiner schönen Blüte

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Ahrensburg (ve). Mit ihrer neuen Inszenierung greift die Niederdeutsche Bühne einen Klassiker auf und tritt damit in große Fußstapfen: Niemand geringeres als Walter Matthau, Ingrid Bergmann und Goldie Hawn haben die Komödie „Die Kaktusblüte“ zu einer der beliebtesten Filmkomödien gemacht. Nun steht „De Kaktusblööt“ in ihrer niederdeutschen Übersetzung auf der Bühne des Alfred-Rust-Saales. Premiere ist am heutigen Donnerstag, 3. April 2014, um 20 Uhr.

Das Ensemble mit dem Star des Abends - dem Kaktus.

Das Ensemble mit dem Star des Abends – dem Kaktus.

Es ist die Geschichte über den Wandel einer grauen Maus zu einer Schönheit, von einer spröden Person zu beliebten Persönlichkeit. Stephanie Wilkens, gespielt von Christine Henze, ist diese Person, ihr Sinnbild ist der Kaktus auf ihrem Schreibtisch. Denn dieser Kaktus treibt Blüten. Stephanie Wilkens ist Sprechstundenhelferin beim Zahnarzt und Junggesellen Johannes von Harten (Werner Otto). Der braucht für eine Lügengeschichte, die er seiner jungen Geliebten Caroline (Antje Körner) auftischt, schnell mal eine Ehefrau – und bittet seine Sprechstundenhilfe, diese Rolle zu übernehmen.

Regisseurin Antonie Otto: „Eine Komödie mit Tiefgang“

Zusammen mit Freunden, Patienten und Nachbarn wird daraus ein komödiantisches Verwirrspiel. Und zwar eines mit Tiefgang: „Das Stück zeigt, wie sich eine Person verwandelt und wie die Menschen um diese Person herum dabei mitwirken“, erläutert Regisseurin Antonie Otto. „Dies alles verpackt in ein Theaterstück, bei dem Lachen erwünscht ist, halte ich für eine außergewöhnliche, tolle Sache. Und ich habe den Eindruck: Je länger wir alle an diesem Stück arbeiten, um so mehr lieben wir es.“

Regie führt bei dieser Inszenierung Antonie Otto.

Regie führt bei dieser Inszenierung Antonie Otto.

Eine Darstellerin wird es besonders lieben: Anke von Hein. Die 69-Jährige ist seit 50 Jahren unermüdlich bei der Niederdeutschen Bühne aktiv, immer hinter der Bühne als Maskenbilderin, manches Mal – so wie jetzt als Frau Dohrmann-Beiersdorf – auch auf der Bühne. „Ich habe sogar meinen Urlaub nach den Spielplänen der Bühne ausgerichtet“, sagt sie lachend. Die Friseurin wurde von ihrem Schwiegervater – ebenfalls Friseur – mitgenommen zur Niederdeutschen Bühne und hatte sofort Spaß an der Arbeit.

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Anke von Hein mal wieder in einer Nebenrolle auf der Bühne zu sehen. Seit 50 Jahren ist sie durchgehend hinter der Bühne als Maskenbildnerin aktiv.

Anke von Hein mal wieder in einer Nebenrolle auf der Bühne zu sehen. Seit 50 Jahren ist sie durchgehend hinter der Bühne als Maskenbildnerin aktiv.

Seitdem ist sie dabei geblieben, hat aus schönen Frauen Hexen gemacht, Wunden in Gesichter gezaubert, Glatzköpfe gemacht und Drachen gebaut. „Wenn sie bei mir auf dem Stuhl sitzen, ist das Lampenfieber am größten“, erzählt sie. Immer wieder andere Darsteller seien ihr in den 50 Jahren unter Kamm und Puderquast gekommen, „jeder geht anders damit um, wie er auf der Bühne steht.“ Für sie selber ist die Niederdeutsche Bühne „meine Familie“. Dieses Gefühl und die Freude an der Arbeit würde sie gerne weiter geben: „Gibt es nicht eine junge Auszubildende oder einen jungen Auszubildenden, der bei uns einsteigen möchte und die Maskenbildnerei erlernen möchte? Es macht einfach so viel Spaß!“

Das Stück „De Kaktusblööt“ hat am Donnerstag, 3. April 2014, Premiere. Weitere Aufführungen sind am Freitag, 4. April 2014, und am Freitag, 11. April 2014. Diese Aufführungen sind im Alfred-Rust-Saal in der Selma-Lagerlöf-Schule, Wulfsdorfer Weg 71 in Ahrensburg. Am Sonnabend und Sonntag, 12. und 13. April 2014, gibt es außerdem je ein Gastspiel in der Kulturscheune Süsel. Die Eintrittskarten für die Ahrensburger Vorstellungen kosten sieben bis zwölf Euro und sind an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

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