Drei Masernfälle im Kreis Segeberg gemeldet: Schutz überprüfen und gegebenenfalls Impfung nachholen

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Kiel/Stormarn (bz/pm). Anlässlich aktueller Masern-Infektionen erinnert das Gesundheitsministerium an die allgemein gültigen Impfempfehlungen: Ein Schutz vor Masern wird aufgrund der potenziellen Schwere der Erkrankung generell empfohlen. Dies gilt für Kinder wie auch für Erwachsene. Anlass für die Erinnerung sind drei bestätigte Masernfälle über die das Gesundheitsamt des Kreises Segeberg das Ministerium informiert hatte.

Das Gesundheitsministerium rät zum Masern-Impfung. Foto:seedo/pixelio.de

Das Gesundheitsministerium rät zur Masern-Impfung. Foto:seedo/pixelio.de

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) empfiehlt eine Impfung für alle nach 1970 Geborenen,
– die ungeimpft sind
– oder deren Impfstatus unklar ist
– oder die nur einmal in der Kindheit geimpft wurden.

Darüber hinaus empfiehlt die STIKO unabhängig vom Geburtsjahr bei Kontakt zu Masernkranken eine postexpositionelle Impfung (Impfung nach dem Kontakt)
– ab einem Alter von neun Monaten
– sowie bei Personen, die in der Kindheit nur einmal geimpft wurden
– oder Personen mit unklarem Impfstatus.

Abwehrgeschwächten Patienten

Auch der Masern/Mumms/Röteln-Schutz von Beschäftigten im medizinischen Bereich sollte überprüft werden, insbesondere bei medizinischem Personal oder Pflegekräften, die Kontakt zu abwehrgeschwächten Patienten, zu Patienten auf Intensivstationen oder zu Schwangeren haben.

Grundsätzlich sollten alle Schleswig-Holsteiner ihren Impfschutz überprüfen und Impflücken schließen lassen, rät das Ministerium. Die Kombinationsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten gehört ebenfalls zu den empfohlenen Standardimpfungen für alle Altersgruppen.

Den Masern kommt wegen ihrer hohen Ansteckungsfähigkeit und der potenziell schwer verlaufenden Erkrankung eine besondere Bedeutung zu. Das Masernvirus wird durch Tröpfcheninfektion (Sprechen, Husten, Niesen) übertragen und führt bereits bei kurzem Kontakt zu einer Infektion. Nahezu alle Kontaktpersonen erkranken (Kontagionsindex nahe 100 Prozent), sofern sie nicht immun sind. Immunität kann aufgrund der Impfung oder einer durchgemachten Erkrankung bestehen.

Die hohe Ansteckungsfähigkeit von Masern werde im Rahmen von Ausbruchgeschehen immer wieder deutlich. In den vergangenen Jahren spielten dabei zunehmend ältere Jugendliche und junge Erwachsene eine Rolle.

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