Kleine Blätter ganz groß: Bilder von Bogomil im Peter-Rantzau-Haus

0

Ahrensburg (ve). Jürgen Koch, besser bekannt als der Kunstmaler Bogo Bogomil, sucht sich für seine Malereien gerne Vorlagen, die er detailgetreu nachmalt. Und er schaut dabei ganz genau hin, etwa mit dem Mikroskop. Kleinste Strukturen von Pflanzen und Blättern vergrößert er um das Vielfache. Diese Bilder sind in den kommenden Wochen im Peter-Rantzau-Haus im Rahmen einer Benefiz-Ausstellung zu sehen. Eine Vernissage ist am Sonntag, 4. Mai 2014. Der Erlös der Ausstellung kommt der Ahrensburger Tafel zugute.

Diese beiden Bilder stiftet Bogo Bogomil bei der Ausstellung im Peter-Rantzau-Haus  für einen guten Zweck, der Erlös kommt der Ahrensburger Tafel zugute.

Diese beiden Bilder stiftet Bogo Bogomil bei der Ausstellung im Peter-Rantzau-Haus für einen guten Zweck, der Erlös kommt der Ahrensburger Tafel zugute.

Knapp einen Quadratmeter groß sind diese Bilder, ihre Vorlage gerade mal drei mal drei Millimeter oder sogar nur zwei mal zwei Millimeter. „Ich suche mir unter dem Mikroskop die richtige Stelle in einem Blatt“, erzählt Bogo Bogomil, „einzig die Beleuchtung wird durch warmes oder kaltes Licht künstlich gestaltet. Alles andere bleibt so, wie ich die Blätter in der Natur vorfinde.“ Dann wird durch das Mikroskop fotografiert und fertig ist die Vorlage.

Farben und Formen bleiben, wie sie sind

Für Bogomil, der auch gerne mal große Meister kopiert, beginnt dann die eigentliche Arbeit: Mit feinem und ganz genauem Pinselstrich überträgt er diese Vorlagen auf große Leinwände. Auch die Farbgestaltung bleibt dabei ganz so, wie es die Natur vorgibt. Eine Zeitlang hat er nur Bilder von Vorlagen aus dem Mikroskop gemalt. Inzwischen hat er eine neue Technik: Er bearbeitet Fotos von Blättern oder Steinen mit dem Computer, verzerrt sie, lässt neue Strukturen entstehen. Auch daraus entsteht ein Bild, dass schließlich auf die Leinwand übertragen wird.

Bogo Bogomil in seinem Atelier am Mikroskop.

Bogo Bogomil in seinem Atelier am Mikroskop.

60 dieser Mikroskop-Struktur-Bilder wird der Sieker Künstler im Peter-Rantzau-Haus unter dem Titel „La nature d’aimer – Die Natur zu lieben“ zeigen. Zwei von ihnen sollen für den guten Zweck verlost werden: „Wer fünf Euro an die Ahrensburger Tafel spendet, nimmt an der Verlosung dieser beiden Bilder teil“, erklärt der Maler und gelernte Grafiker. Doch damit nicht genug: „Der Verkaufserlös, den ich über die Ausstellung im Peter-Rantzau-Haus erziele, geht zu 50 Prozent ebenfalls an die Ahrensburger Tafel.“

Schon im Loki-Schmidt-Haus ausgestellt

Die Blattstrukturbilder haben eine interessante Geschichte: Aufmerksam geworden war das Loki-Schmidt-Haus, ein Museum für Nutzpflanzen in Klein Flottbek, auf diese Bilder. So hatte Jürgen Koch dort im Jahre 2010 ein große Ausstellung. Loki Schmidt, die Ehefrau des früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidt, war Initiatorin und Namensgeberin dieses Museums. Leider verstarb sie in genau den Wochen, in denen die Bilder von Bogomil dort ausgestellt waren.

Bis zum  25. Juli 2014 sind diese Bilder in der Begegnungsstätte in Ahrensburg zu sehen. Schirmherr der Ausstellung ist Bürgermeister Michael Sarach. Die Laudatio hält Dr. Heike Liesebach vom Institut für Forstgenetik in Großhansdorf. Unterstützt wird die Ausstellung außerdem von einer hiesigen Sparkasse, die den Spendenerlös der Ausstellung mit noch nicht festgelegten Betrag aufstocken wird.

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren