„Das ist ein Berufener“: Leben und Werk von Johannes Brahms

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Großhansdorf (bz/pm). „Das ist ein Berufener“: Johannes Brahms Leben und Werk heißt der Vortrag von  Prof. Dr. Karl-Heinz Reinfandt vom Musikwissenschaftliches Institut der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Er wird gehalten am Mittwoch, 14. Mai 2014, 18 Uhr, im Rosenhof 1, Hoisdorfer Landstraße 61, Großhansdorf. Veranstalter in die Schleswig-Holsteinische Universitätsgesellschaft, Sektion Ahrensburg.

Foto:_Bernd Sterzl/pixelio.de

Foto:Bernd Sterzl/pixelio.de

Nach dem Ende der Wiener Klassik stellte sich die Frage, wie sich die Musik weiterentwickeln würde. Für Robert Schumann war Johannes Brahms der „Berufene“, die klassische Tradition weiterzuführen. Schumann und seine Frau Clara haben Brahms in besonderer Weise gefördert und ihm immer wieder Möglichkeiten eröffnet, sein bedeutendes musikalisches Werk zu vollenden. Von Clara war Brahms in besonderer Weise fasziniert und ihr zeitlebens in enger Freundschaft verbunden.

Nach der Wiener Klassik entwickelt sich die Musik in zwei Richtungen weiter: in eine an der Tradition und teilweise an der Volksmusik orientierte Richtung – und in eine „neudeutsche“ Richtung, mit Liszt und Wagner. Brahms gehört der traditionsorientierten Richtung an. In dem Vortrag wird der Schwerpunkt auf die stilistischen und formalen Besonderheiten ausgewählter Brahms – Werke gelegt (Haydn-Variationen, 1. Sinfonie, Lieder, Ungarische Tänze, 4. Sinfonie). Daran soll nachgewiesen werden, dass Brahms eine „dauerhafte Musik“ geschrieben hat, eine Musik, die aufgrund ihrer ästhetischen Qualitäten modischen Wandlungen widerstanden hat und die gerade deshalb die Entwicklung der neuen Musik, beispielsweise das atonale Werk Arnold Schönbergs, maßgeblich beeinflusst hat.

Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt vier Euro, Schüler und Studenten ein Euro, Mitglieder sind frei.

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