Kieler Professor spricht über das Burgund

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Ahrensburg (bz). Die Schleswig-Holsteinische Universitätsgesellschaft, Sektion Ahrensburg, bietet eine Vortragsveranstaltung unter dem Titel „Burgund – Kulturlandschaft im Herzen Frankreichs“. Es referiert Prof. Dr. Hermann Achenbach vom Geographischen Institut der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Die Veranstaltung ist am Dienstag, 13. Mai 2014, 20 Uhr im Gemeindesaal der Schlosskirche, Am Alten Markt 9, Ahrensburg.

Wie kaum eine zweite französische Region außerhalb der Ile de France stellt Burgund ein Beispiel für historische Individualität und kulturelle Originalität dar. Burgund bildet über die offene Saône-Senke einen weiten Korridor zwischen dem atlantischen Norden und dem mediterranen Süden sowie über die Burgundische Pforte einen Zugang zum Rheinsystem und nach Süddeutschland. Als selbstständiges Staatsgebilde, das sich im ausgehenden Mittelalter von der Rheinmündung bis zum Rhonedelta erstreckte, hat Burgund eine bedeutungsvolle und vielseitige politische, strategische, wirtschaftliche und nicht zuletzt kulturelle Rolle gespielt, von der noch heute viele Zeugnisse vorhanden sind. Herausragende Merkmale der Kulturlandschaftsentwicklung sind die klösterliche, kirchliche und weltliche Baukunst, die historische Stadtentwicklung und die raumtypische Agrarnutzung, wie sie noch heute im weltberühmten Weinbau und in speziellen Zweigen der Viehwirtschaft zum Ausdruck kommt. In Wort und Bild versucht der Vortrag, landschaftliche und kulturgeschichtliche Charakterzüge dieser vielbesuchten Kernregion Frankreichs aufzuzeigen.

 

 

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