Anpfiff für den Sportplatzbau in Ammersbek

0

Ammersbek (ve). Wo ein Wille ist, gibt es auch einen Sportplatz: Nach jahrelangen Vorarbeiten, Suche nach Sponsoren und Kreditgebern wird es nun ernst. In dieser Woche haben die Arbeiten auf dem Sportplatz des Hoisbüttler Sportvereins begonnen. Das Besondere: Der Verein finanziert den Bau des neuen Kunstrasenplatzes zum großen Teil selber.

Gute zwei Monate noch, dann kann hier gespielt werden: Bürgermeister Horst Ansén, Siegfried Höchst, Zweiter Vorsitzender, Diplom-Ingenieur Christoph Becker vom Planungsbüro und Udo Heck, Erster Vorsitzender (von links), auf dem Sportplatz des HSV am Bullenredder.

Gute zwei Monate noch, dann kann hier gespielt werden: Bürgermeister Horst Ansén, Siegfried Höchst, Zweiter Vorsitzender, Diplom-Ingenieur Christoph Becker vom Planungsbüro und Udo Heck, Erster Vorsitzender (von links), auf dem Sportplatz des HSV am Bullenredder.

Die Kosten von etwa 500.000 Euro werden knapp zur Hälfte von der Gemeinde Ammersbek getragen, das sind 220.000 Euro. So viel hätte die Gemeinde auch gezahlt, wenn sie den Grantplatz konventionell saniert hätte, um die Bespielbarkeit wieder herzustellen. Doch der Hoisbüttler Sportverein (HSV) wünschte sich einen Kunstrasenplatz – und setzte seinen Wunsch auch um.

„Werde Sportplatzbauer“

„Werde Sportplatzbauer“ war das Motto, das er vor Jahren ausgerufen hatte. In der Politik und im Verein wurde dafür geworben, dass die fehlenden Mittel für den Kunstrasenplatz in Eigenregie bereit gestellt werden sollten. Ein Zuschuss des Landessportverbandes in Höhe von 40.000 Euro, ein Kredit in Höhe von 210.000 Euro – und die Spenden der Sportplatzbau in Höhe von 30.000 Euro stehen nun bereit.

„Im Verein gab es eine überwältigende Mehrheit für den Beschluss“, erinnern Udo Heck und Siegfried Höchst, der Erste und Zweite Vorsitzende. „Wir haben die Mitglieder auf einer Versammlung gefragt, wie sie dazu stehen, weil es so ein großes Projekt ist und wir uns auf so lange Jahre verschulden. Laut Satzung hätten wir eigentlich gar nicht fragen müssen.“ Und obwohl von den 1.200 Mitgliedern „nur“ 300 Fußballer sind, hatten sich 90 Prozent der Mitglieder für den Bau des Kunstrasenplatzes und sogar für ein Erhöhung der Monatsbeiträge in Folge dessen um einen Euro ausgesprochen.

Eigenleistung für Tribüne und Außenanlagen

Jetzt manchen die Bagger im Grant, vermischen alles neu und legen Schicht für Schicht auf für den neuen Platz. Im Juli soll alles fertig sein. „Um Kosten zu sparen, wollen wir die Außenanlagen wie die Stehtribüne und die Barrieren in Eigenregie sanieren“, sagt Udo Heck. Die Bereitschaft sei groß – denn die Freude über den Platz ist auch groß: „Kunstrasen ist einfach besser. Die Witterungsverhältnisse sind nicht so entscheidend, so dass man viel mehr und längere Spiel- und Trainingszeiten hat.“ Auch im Winter wollen die HSVler jetzt draußen trainieren.

„Es ist ein besonderes Zusammenspiel von Sportverein, Gemeinde und Finanzierern“, findet Bürgermeister Horst Ansén. „Ich finde es gut und freue mich, das es jetzt los gehen kann mit dem Bau.“

Noch werden Spenden entgegen genommen

Ein kleine Chance bleibt noch für Fans und Freunde des Vereins: 30.000 Euro Spendengelder stehen auf dem Papier – sind aber noch nicht ganz eingegangen. „Das gefährdet die Finanzierung nicht, aber wer will, kann uns auch jetzt noch unterstützen und zum „Sportplatzbauer“ werden“, so Heck. Und wer sich bis zum Ende der Bauarbeiten, also etwa Juli, entscheidet, dessen Namen wird auch noch auf dem Banner der Spender eingetragen, die die Barrieren zieren werden.

Übrigens: Auf einen hohen Zaun und abschließbare Tore, wie sie um die Kunstrasenplätze in Ahrensburg gebaut wurden, verzichtet der HSV. „Wir wollen gerade, dass jeder auch mal ohne Trainer und Betreuer einfach auf den Platz kommen kann zum Fußball spielen“, lädt Udo Heck ein.

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren