Bewerben besser anonym: Die WAB will Chancengleichheit bei Einstellungen

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Ahrensburg (ve/pm). Auf der kommenden Sitzung des Hauptausschusses wird die WAB zusammen mit Bündnis 90/Die Grünen beantragen, dass das sogenannten „Anonymisierte Bewerbungsverfahren“ bei Einstellungen in der Stadtverwaltung angewendet wird.

Wer steckt dahinter? Erst im zweiten Schritt wird beim anonymisierten Bewerbungsverfahren die Person erkennbar. Foto:lichtkunst.73/pixelio.de

Wer steckt dahinter? Erst im zweiten Schritt wird beim anonymisierten Bewerbungsverfahren die Person erkennbar.
Foto:lichtkunst.73/pixelio.de

Ein kurzer Blick auf Namen, Geschlecht oder Alter reicht oft, um eine Bewerbung auszusortieren. Bei dem anonymisierten Bewerbungsverfahren wird zunächst auf Angaben wie Name, Geburtsdatum oder Herkunft verzichtet, so dass ausschließlich die Qualifikation der Bewerbenden zählt. So sollen insbesondere die Chancen für Frauen, ältere Menschen oder Menschen mit Migrationshintergrund erhöht werden, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Chancengleichheit für alle Bewerber

Grundlage des Auswahlverfahrens ist ein passgenau erstellter anonymisierter Online-Bewerbungsbogen. Nur Kompetenzen, Qualifikation, Erfahrung und Motivation werden dort erfasst. Erst in der zweiten Stufe erhalten die Personalverantwortlichen die kompletten Bewerbungsunterlagen und damit die persönlichen Daten.

Dustin Holzmann (WAB): “Das Verfahren bietet auch Vorteile für die Verwaltung, da der Fokus auf die Qualifikation die Qualität des Auswahlprozesses erhöhen kann. Rechtlich bietet dieses Verfahren mehr Sicherheit, da mit diesem Verfahren nicht gegen das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)“ verstoßen werden kann.” Zudem würde die Verwaltung ihrer Vorbildfunktion gerecht, so Holzmann.

Die Sitzung des Hauptausschusses ist öffentlich, sie ist am Montag, 19. Mai 2014, im Raum 4 des Peter-Rantzau-Hauses, Manfred-Samusch-Straße 9.

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