„Kein Fracking“: Martin Habersaat hofft auf neues Bergrecht

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Barsbüttel (bz/pm). Auf Antrag Schleswig-Holsteins haben sich die Umweltministerinnen und Umweltminister von Bund und Ländern für ein Verbot von Fracking mit Hilfe umwelttoxischer Substanzen ausgesprochen. Martin Habersaat, Landtagsabgeordneter aus Barsbüttel: „Das ist auch für Stormarn und den Kreis Herzogtum Lauenburg eine gute Nachricht. Manch einer hatte schon die Idee, mithilfe von Fracking unabhängiger von russischen Gasimporten zu werden. Das wäre allerdings kein Weg, den ich befürworte.“ Fracking gefährde die Umwelt und lenke von der nachhaltigen Lösung von Energieproblemen ab. „Diese liegt im Bereich der erneuerbaren Energien.“

Martin Habersaat, SPD-Lantagsabgeordneter aus Barsbüttel. Foto:pm

Martin Habersaat, SPD-Lantagsabgeordneter aus Barsbüttel. Foto:pm

In ihrem Beschluss fordern die Umweltministerinnen und Umweltminister außerdem eine Novellierung des Bundesbergrechts, um mehr Umweltschutz, Transparenz und Bürgerbeteiligung bei bergbaulichen Vorhaben zu schaffen. Habersaat: „Diese Position hat die SPD Stormarn schon vor Jahren beschlossen, als es um den Abbau von Quarzsanden in Grande ging. Hoffen wir, dass das neue Recht bald geschaffen wird, wo es jetzt so prominent unterstützt wird.“ Nur so könne Akzeptanz und Vertrauen der Bevölkerung gewonnen werden – und Projekte, denen beides fehle, sicher verhindert werden.

Beide Positionen bekräftigten in der vergangenen Woche Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies und Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck bei einem Treffen in Hannover mit dem neuen Präsidenten des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), Andreas Sikorski. Das LBEG in Niedersachsen nimmt auch für Schleswig-Holstein die Funktion der Landesbergbehörde wahr.

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