Carsten Splitter vom DRK schließt Palliativ-Care-Ausbildung ab

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Großhansdorf (bz/pm).  Seine Arbeit beginnt dort, wo das Leben sich dem Ende zuneigt. Er begleitet kranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Die ausgebildete Pflegefachkraft Carsten Spittler, seit zweieinhalb Jahren in der Sozialstation Großhansdorf des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) tätig, hat kürzlich erfolgreich die sogenannte „Palliativ-Care-Ausbildung“ abgeschlossen. Übersetzt bedeutet dies „lindernde Versorgung“. Darunter ist ein ganzheitliches Betreuungskonzept für Patienten zu verstehen, die sich im fortgeschrittenen Stadium einer unheilbaren Erkrankung befinden. Ziel ist es, dem Patienten zu Hause die bestmögliche Lebensqualität zu gewährleisten.

Spittler

Carsten Splitter vom DRK. Foto:Iris Lewe

In Schleswig-Holstein gibt es neun Palliativ Care-Teams, die sich aus den Sozialstationen der Wohlfahrtsverbände und privaten Pflegediensten zusammensetzen und staatlich gefördert werden. Deren Mitarbeiter müssen die Zusatzausbildung, die circa 160 Unterrichtsstunden umfasst, abgeschlossen haben. Zu den Ausbildungsinhalten zählen neben der Pflege die Schmerztherapie, Kommunikation, Sterbe- und Trauerbegleitung, der Umgang mit Tod und Trauer, religiöse Aspekte und Riten sowie ethische Fragen. Die Pallitiv-Care-Teams arbeiten eng mit Ärzten, Sozialarbeitern, Schmerztherapeuten und Seelsorgern zusammen und gewährleisten eine 24-Stunden-Betreuung, wobei die Pflegekräfte sich im Schichtdienst abwechseln.

 Letzte Lebensphase zu Hause

Der technische Fortschritt macht es heute möglich, dass schwerstkranke Menschen zunehmend auch zu Hause betreut werden können. Und die meisten Menschen möchten ihre letzte Lebensphase auch lieber im Kreise ihrer Lieben verbringen als in der Anonymität eines Krankenhauses. Doch bei Palliativ Care geht es nicht allein um die Betreuung des Patienten. Auch die Angehörigen, für die der Abschied nicht selten noch schwieriger ist, werden betreut und aufgefangen.

 Carsten Spittler hat schon während seiner Tätigkeit als Altenpfleger gerne Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleitet. Dies war auch der Antrieb für ihn, diese Zusatzausbildung zu absolvieren. Dass er außerdem zum Wundexperten ausgebildet ist, sieht er für seine tägliche Arbeit als ideale Kombination. „Meine Arbeit ist anstrengend, aber außerordentlich erfüllend. Das einfache ‚Danke‘ eines Sterbenskranken, dem man noch einen Wunsch erfüllen konnte, ist mit nichts aufzuwiegen“, so Spittler.

 Seit 2007/2008 haben gesetzlich Versicherte einen Rechtsanspruch auf Palliativpflege/-medizin (SGB V § 37b; § 132 d). Seitdem ist die Nachfrage in den DRK-Sozialstationen deutlich gestiegen. Deshalb wird das DRK seinen Mitarbeiterstamm an Pflegekräften mit einer solchen Zusatzausbildung verstärken.

 Nähere Informationen gibt es bei Karin Heino, Leiterin der DRK-Sozialstation Großhansdorf, Papenwisch 30, Telefon 04102/626 13, oder im Internet unter www.drk-stormarn.de.

 

 

Bildunterschrift:

 

Carsten Spittler hat seine Ausbildung zur palliativen Fachpflegekraft erfolgreich abgeschlossen.

 

 

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