Benefizkonzert für und in der Johanneskirche: Ahrensburger Streichquartett mit Haydn und Beethoven

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Ahrensburg (ve/pm). Das Ahrensburger Streichquartett gibt am Dienstag, 17. Juni 2014, um 20 Uhr, in der St. Johanneskirche ein Benefizkonzert. Es ist das erste Konzert dieser Art, das direkt in der wiedereröffneten Kirche zu erleben sein wird. Mit dem Streichquartett ist ein bekanntes und in der Region geschätztes Ensemble zu hören.

Das Ahrensburger Streichquartett mit Thomas Gaede (Viola), Christian Färber (Violine), Ulrike Baasch (Violine) und Heinrich Färber (Cello, von links) fühlt sich der Johanneskirche auch persönlich verbunden. Foto:pm

Das Ahrensburger Streichquartett mit Thomas Gaede (Viola), Christian Färber (Violine), Ulrike Baasch (Violine) und Heinrich Färber (Cello, von links) fühlt sich der Johanneskirche auch persönlich verbunden.
Foto:pm

Die Bereitschaft zu der Benefizveranstaltung entstand aus persönlicher Verbundenheit. Das Ahrensburger Streichquartett, von Heinrich und Christian Färber gegründet, spielt seit zehn Jahren in der derzeitigen Besetzung. Konzerte in Norddeutschland, aber auch in Schottland, Griechenland und Ungarn haben das Ensemble einem breiten Publikum bekannt gemacht. Die Brüder Färber wurden beide in St. Johannes vom damaligen Pastor Ernst konfirmiert. „Als die Anfrage wegen des Benefizkonzertes kam, haben wir spontan gesagt, das machen wir“, erzählt Christian Färber.

Das Quintenquartett und das Harfenquartett

Auf dem Programm stehen das Streichquartette op. 76 d-Moll von Joseph Haydn (1732 bis 1809), das sogenannte Quintenquartett, und das Streichquartett opus 74 Es-Dur von Ludwig van Beethoven (1770 bis 1827), das sogenannte Harfenquartett.

Seinen Namen verdankt das „Quintenquartett“ dem Motiv der fallenden Quinten aus dem Eingangssatz. Haydn komponierte es 1797 in Wien unter dem Eindruck der Revolutionskriege in Europa – eine Erfahrung, die dem Werk einen relativ ernsten Charakter verleiht. Daneben streut Haydn aber immer wieder Überraschungseffekte ein und hat im dritten Satz, dem Menuett, das eine seiner populärsten Tanzmelodien enthält, sogar ein Paradestück für den ersten Geiger geschaffen.

Von Haydn zeitlich und räumlich nur wenig entfernt, 1809 in Baden bei Wien, schrieb Beethoven sein Streichquartett Es-Dur opus 74. Der Beiname „Harfenquartett“ rührt von den harfenartigen Pizzicati im ersten Satz her. Doch Beethoven wäre nicht Beethoven, hätte er dem Publikum nicht auch – für den Geschmack seiner Zeit – Einiges zugemutet. Der letzte Satz etwa, rügte damals ein Kritiker, „scheint den Hörer plötzlich unter die kriegerischen Tänze einer wilden Nation zu versetzen.“ Heute gilt das Quartett als eines der weniger revolutionären Stücke Beethovens, aber dennoch als wenig beachtetes Meisterwerk.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Sie gehen an den Förderverein St. Johannes Ahrensburg. Nach der Einigung mit der Kirchengemeinde Ahrensburg ist der Verein jetzt zuständig dafür, den Betrieb der Johanneskirche zu finanzieren. Auch aus diesem Grund werden Benefizveranstaltungen angeboten.

[Ahrensburger Streichquartett (v. l.): Thomas Gaede (Viola), Christian Färber (Violine), Ulrike Baasch (Violine), Heinrich Färber (Cello)]

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